Frau wegen Missbrauchs von Notrufen angeklagt

dzFeuerwehr gerufen

Mit einem Anruf bei der Feuerwehr und dem Hinweis auf einen Brand, den es offenbar nicht gab, sorgte eine Kamenerin für Alarm.

Kamen

, 04.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Wegen Missbrauchs von Notrufen sollte die Kamenerin nun vor dem Amtsgericht Kamen stehen. Aber die Anklagebank blieb leer.

Der Anruf erfolgte am 20. August um 3.52 Uhr über die 112. Die Kamenerin, so der Vorwurf, gab sich als Frau ihres Nachbarn aus und behauptete, dass es in ihrer Küche brenne, Rauch zu sehen sei und ihr Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage sei, die Wohnung zu verlassen. Feuerwehr und Polizei rückten aus. Als die Retter an der Tür des vermeintlichen Brandopfers klingelten, öffnete der Mann ihnen die Tür – verschlafen und völlig überrascht. Bei ihm brenne es nicht und eine Ehefrau gebe es auch nicht.

Eine Überprüfung der Telefonnummer, von der aus der Notruf getätigt wurde, führte die Ermittler zu der Kamenerin. Und bei ihr handelte es sich, was Delikte dieser Art betraf, um eine „alte Bekannte“. In der Nacht auf den 30. September 2014 hatte sie schon einmal bei der Feuerwehr angerufen und erklärt, dass es bei ihren Nachbarn ein paar Häuser weiter brenne. Auch damals gab es einen großen Einsatz – für nichts. Denn ein Feuer gab es weit und breit nicht. Für diesen Missbrauch von Notrufen wurde die auch anderweitig bereits in Erscheinung getretene 33-Jährige kurz darauf zu 900 Euro Geldstrafe verurteilt. Beeindrucken konnte sie das offenbar wenig.

Am Dienstag sollte also der aktuelle Fall verhandelt werden. Die Kamenerin fehlte trotz ordnungsgemäßer Ladung unentschuldigt. Daraufhin mussten drei Zeugen ungehört entlassen werden. Die Konsequenz: Zu einem neuen Termin im Januar soll sie polizeilich vorgeführt werden. Und der Richter wurde deutlich. Eine Geldstrafe halte das Gericht jetzt schon nicht mehr für ausreichend. Der Angeklagten droht eine Freiheitsstrafe.

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