Förderung mit Schulhund Cara und Strohhalmen

dzSonnenschule präsentiert sich

Die Sonnenschule in Heeren-Werve fördert Kinder, die mehr Hilfe bei der Sprache bedürfen. Beim Tag der offenen Tür konnte Interessierte dort erfahren, wie das funktioniert.

Kamen

, 10.10.2018, 14:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Unterricht, den die Besucher an der Sonnenschule erleben, hat seine Eigenarten. Die Sonnenschule, zu deren Tag der offenen Tür am Mittwoch etwa 35 Eltern und Lehrkräfte aus Grundschulen, Kitas und Förderschulen gekommen sind, ist eine Förderschule des Kreises Unna mit sprachlichem Fokus. Das heißt, dass etwa auch im Matheunterricht immer wieder die Sprache in den Vordergrund rückt. Wörter, Silben und Laute werden immer wieder geübt. Um die Mundmotorik zu trainieren, spielen die Kinder mit Strohhalmen, durch die sie saugen und pusten müssen.

„Ein größerer Teil unserer Schüler hatte zum Beispiel Hörprobleme im frühen Kindesalter“, sagt Schulleiterin Susanne Wächter. Die recht gleich klingenden Laute „d“ und „t“ können dann schon mal Probleme bereiten. Wenn durch entsprechende Tests beim Übergang von Kindergarten zur Grundschule dann herausgefunden wird, dass die Schüler sprachlichen Förderbedarf haben, können die Kinder die nötige Förderung in der Sonnenschule bekommen.

Die Schule versteht sich als sogenannte Durchgangsschule. Das heißt, dass die Schüler dort nicht zwingend alle vier Grundschuljahre verbringen. Oft sei es möglich, die Kinder schon früher an einer Grundschule einzuschulen, so Wächter. „Eine durchschnittliche Zeit kann man aber nicht nennen, das ist sehr unterschiedlich.“

Die Klassen an der Sonnenschule sind mit 12 bis 16 Schülern kleiner als durchschnittliche Grundschulklassen. 16 Klassen und 192 Schüler gibt es an der Schule insgesamt, zudem 25 Lehrer in Voll- und Teilzeit sowie die Schulhündin Cara. „Cara ist sehr beliebt“, sagt die Schulleiterin und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, „Wenn die Kinder mich morgens sehen, fragen sie sofort, wie es Cara geht.“ Mit den 25 Lehrern ist die Schule gut besetzt, findet Wächter. Das sei ein gewisser Luxus, denn Sonderpädagogen gibt es auf dem Markt nur wenige. Die Schüler können dadurch gut vorbereitet werden, sodass sie schließlich, je nach Begabung, an allen weiterführenden Schulen eine Chance haben, von der Hauptschule bis zum Gymnasium.

Mit dem Tag der offenen Tür zeigt sich die Schulleiterin zufrieden: „Die Bewertungsbögen müssen wir zwar noch sichten, aber ich habe nur gut gelaunte Gesichter gesehen.“

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