„Förderturm als Landmarke erhalten und Maschinenhalle zugänglich machen“

Auftaktgespräch über Zeche Monopol

Die Stadt Kamen und die Stiftung Industriekultur wollen das Areal der ehemaligen Zeche Monopol Hand in Hand weiterentwickeln. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor.

Kamen

, 01.10.2018, 10:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Förderturm als Landmarke erhalten und Maschinenhalle zugänglich machen“

Das ehemaligen Zechegelände soll als außerschulischer Lernort dienen – hier Kinder mit einem Imker. © Stefan Milk

Die Erklärung wurde am Montag veröffentlicht und bezieht sich auf die Inhalte eines sogenannten „Auftaktgesprächs“ zwischen den Spitzen der Stadtverwaltung und der Stiftung, das bereits vor zwei Wochen stattfand. Bürgermeisterin Elke Kappen, der Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke sowie Stiftungsgeschäftsführer Horst Heinrich und weitere Akteure sprachen dabei über die künftige Nutzung des Industriedenkmals.

In der Erklärung skizzieren Stiftung und Stadt die Ausgangslage und zentrale Gesprächsthemen, ohne jedoch ins Detail zu gehen. „Das im Eigentum der Industriedenkmalstiftung stehende Ensemble mit Fördergerüst und Maschinenhaus wird seit dem letzten Jahr vom Verein Monopol 2000 für Veranstaltungen wie z.B. den Tag des offenen Denkmals geöffnet“, heißt es. „Um das Maschinenhaus dauerhaft für einen außerschulischen Lernort, für Führungen und andere Veranstaltungen zu öffnen, muss das Gebäude saniert und auf die künftigen, neuen Nutzungen vorbereitet werden.“ Notwendige bauliche Veränderungen, zum Beispiel im Hinblick auf die Nutzung als Versammlungsstätte, seien bei dem Treffen ebenso angesprochen worden wie eine sorgfältige Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde.

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„Wir freuen uns über das Engagement des Vereins Monopol 2000“, wird Stiftungsgeschäftsführer Horst Heinrich in der Erklärung zitiert. „Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Gemeinsam mit der Stadt wollen wir es ermöglichen, dass der ehemalige Bergbaustandort in Zukunft rege genutzt werden kann. Unser Bestreben ist es, das Fördergerüst als Landmarke in der Stadt Kamen zu erhalten und die Maschinenhalle für Besucherinnen und Besucher zugänglich zu machen.“

Dass dies bis dahin noch intensiver Arbeit und Abstimmung bedürfe, seien sich alle drei Partner einig. In der Erklärung werden Angaben des NRW-Bauministeriums gegenüber dem Hellweger Anzeiger bestätigt, dass die Stiftung Industriedenkmalpflege auf der Grundlage eines städtischen integrierten Handlungskonzeptes einen Antrag auf öffentliche Fördermittel für die Sanierung von Fördergerüst und Maschinenhaus vorbereitet.

Die Erklärung lässt viele Fragen offen, zum Beispiel, ob eine Erschließung des Förderturms zum Beispiel mit einer Aussichtsplattform infrage kommt, und welche Kosten für die Stadt Kamen und die Stiftung Industriedenkmalpflege bei dem Gesamtprojekt entstehen.

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