Für Ikea war das Grundstück zu klein: Flammenträume startet Hallenbau im Karree

dzGewerbegebiet Kamen-Karree

Wachstum über die Grenzen des Kamen-Karrees hinaus: Die Firma „Flammenträume“ baut eine neue Halle. Sie steht auf jener Fläche, die für die großen Unternehmen wie Ikea zu klein war.

Kamen

, 02.01.2020, 14:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Baustart für die neue Ausstellungshalle des Kaminofenhandels „Flammenträume“ im Gewerbegebiet Kamen-Karree. Dort, wo bald die neue Ausstellungshalle steht, kann man schon die Dimensionen erahnen. Die Arbeiten am Fundament und an der Entwässerung haben jetzt begonnen.

Das Baufeld des Fachbetriebs liegt eigentlich nicht in dem Kamener Gewerbegebiet, sondern direkt angrenzend im interkommunalen Gewerbegebiet Unna-Kamen. Damit ist „Flammenträume“ dort das einzige Unternehmen, das an einem Standort gleich in zwei Gewerbegebieten handelt.

Für Ikea war das Grundstück zu klein: Flammenträume startet Hallenbau im Karree

Pflasterer Kevin Königsmann treibt mit dem Pflasterhammer den Kopfstein in den Boden, aus dem eine Verkehrsinsel im Abzweig zum neuen Woolworth-Standort entsteht. © Janecke

Arbeiten an der Verkehrsinsel im Ikea-Kreisel

„Bei uns ist alles im grünen Bereich“, meldet Geschäftsführer Georg Boldt, der die Firma zusammen mit seinem Kollegen Uwe Dräger führt. Die Fundamentarbeiten seien im vollen Gange, der Hochbau werde Mitte bis Ende Januar beginnen. „Dann wird die neue Halle geliefert und aufgebaut.“ Auch vor dem Gebäude, im sogenannten Ikea-Kreisel, tut sich was. Dort ist der Pflasterer Kevin Königsmann bei der Arbeit und treibt mit dem Pflasterhammer Kopfsteine in den Boden, aus denen eine Verkehrsinsel im Abzweig zum neuen Woolworth-Standort entsteht. „Ja“, sagt er nickend: „Dafür ist Geduld und ein gutes Auge notwendig.“ Die Straße, die hier angeschlossen wird, soll später einen Teil der sogenannten Westtangente, der OW IIIa, bilden.

Für Ikea war das Grundstück zu klein: Flammenträume startet Hallenbau im Karree

Die Firma „Flammenträume“ beschäftigt in Kamen und Hagen 15 Mitarbeiter. In Kamen investiert das Unternehmen jetzt ca. eine Million Euro in einen Erweiterungsbau. © Archiv

Das ungewöhnliche Grundstück, das für die „Großen“ zu klein war

Bis die komplette Umgehungsstraße, die über Königsborn und Dortmund führt, fertig ist, kann es noch einige Jahre dauern. Bis die neue Halle des Kaminofenhandels steht, sind es hingegen nur noch wenige Monate. Die Eröffnung ist im Frühjahr geplant, wie Boldt informiert.

Die Lage des Familienbetriebs aus Kamen, der auch einen Standort in Hagen hat, ist in der Tat einzigartig. Er liegt nicht nur auf beiden Gewerbegebieten, sondern auch direkt angrenzend an den Ikea-Parkplatz.

Als das Gewerbegebiet ab 2003 neu entwickelt wurde und das Autohaus Hülpert dort noch eine Autostadt plante, war das kleine Grundstück am Kreisel für Großunternehmen wie Ikea uninteressant.

Boldt und Dräger griffen zu, weil ihr damaliger Standort im Musterhaus am Zollpost zu klein geworden war. Im September 2005 erfolgte die Eröffnung, nachdem im Mai erst die Baugenehmigung beantragt worden war.

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Investitionssumme von etwa einer Million Euro

Ähnlich schnell vollzieht sich jetzt die Erweiterung auf der 2000 Quadratmeter großen Nachbarfläche. Die neue Halle wird 7,20 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 450 Quadratmetern. Die Investitionssumme beträgt etwa eine Million Euro. Die neue Halle wird zur Hälfte für die Ausstellung der Kaminöfen genutzt, zur anderen Hälfte als Lager. In der Halle gibt es eine Empore, sodass sich die Verkaufsfläche auf insgesamt 420 Quadratmeter summiert. Damit wird sich der bekannte Fachhandel mehr als verdoppeln: Die jetzige Ausstellungsfläche beträgt 330 Quadratmeter, das bisherige Grundstück ist 1000 Quadratmeter groß.

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Virtuelles Kaminfeuer selbst beim BVB im Stadion

15 Mitarbeiter kümmern sich an den beiden Standorten um die Kundschaft, weitere Einstellungen könnten mit der Erweiterung folgen; eine Erweiterung, mit der auch auf die Zukunft gebaut wird: Denn die nächste Geschäftsführer-Generation ist schon aktiv - mit Christian Dräger, Antje Boldt und Britta Merten.

Die Nachfrage nach Gemütlichkeit ist laut Georg Boldt „nach wie vor gegeben“. Wie sehr das heimelnde Wohnzimmerfeuer gefragt ist, hat Boldt jüngst erlebt, als er im Fernsehen das Adventsliedersingen beim BVB im ehemaligen Westfalenstadion verfolgte. „Was war da abgebildet auf den großen Bildschirmen im Stadion? Genau! Ein Kaminfeuer!“

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