Der Wohnungsbrand an der Kämerstraße/Schulstraße am Rande der Kamener Fußgängerzone forderte drei Verletzte. © Stephanie Tatenhorst
Feuerwehr in Kamen

Feuerwehr rettet drei Frauen aus brennendem Haus in der Kamener Innenstadt

Flammen schlugen aus dem Fenster, im Dachgeschoss eines vierstöckigen Gebäudes machte sich eine Frau bemerkbar: An der Kämerstraße musste die Feuerwehr am Dienstagabend mehr tun als nur löschen.

Es ist 18.47 Uhr am Dienstag, als die Melder der Kamener Feuerwehrleute Alarm schlagen. Unter dem Stichwort Feuer 3, Wohnungsbrand werden sie zu einem Eckhaus an der Kämerstraße/Schulstraße gerufen. Als die ersten Kräfte vor Ort eintreffen, schlagen die Flammen aus dem Fenster eines Zimmers im 2. Obergeschoss. Im darüber liegenden Dachgeschoss macht sich eine Frau am Fenster bemerkbar.

Gehbehinderte Frau ins Freie geführt

Sofort fordern die Feuerwehrleute Verstärkung an. Am Ende sind mit den Löschzügen I und II und Einsatzkräften samt den Drehleitern aus Bergkamen und Unna mehr als 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Der Löschzug III Heeren rückt ebenfalls aus und besetzt die Wache. „Mit der Drehleiter haben wir die Person aus dem Dachgeschoss gerettet“, erläutert Armin Gartmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, das Vorgehen später.

Von ihr erfuhren die Feuerwehrleute, dass sich in der Wohnung neben dem Brandherd eine gehbehinderte Frau aufhielt. „Die haben wir dann ins Freie geführt“, berichtet Gartmann. Und auch in der brennenden Wohnung selbst befand sich eine Frau, die über Steckleitern durchs Fenster gerettet werden musste. Alle drei Frauen kamen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser.

Der Wohnungsbrand an der Kämerstraße/Schulstraße am Rande der Kamener Fußgängerzone forderte drei Verletzte.
Starker Qualm quoll aus den Fenstern, beim Eintreffen der Feuerwehr waren es noch Flammen gewesen. Die Verfärbung der Hauswand zeigen, wie nah das Feuer dem Dachstuhl kam. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Wie schwer ihre Verletzungen sind, blieb zunächst unklar.

Parallel zur Personenrettung, die immer Vorrang hat, gingen mehrere Trupps unter Atemschutz ins Gebäude, um die Flammen zu bekämpfen.

Wohnung wurde durch Feuer völlig verwüstet

Ausgebrochen war das Feuer in einem Zimmer mittig im Haus, das völlig ausbrannte. Gegen Ende der Löscharbeiten sah man dann von außen, dass die Wände nur noch aus nacktem Backstein bestanden. Selbst der Putz war weg.

Die restliche Wohnung im 2. Obergeschoss wurde von Rauchgasen und Ruß völlig verwüstet.

Da das Haus strom- und gaslos geschaltet worden war, blieb es zunächst unbewohnbar. Die Feuerwehr kontrollierte die Dachgeschosswohnung sowie die unteren Etagen, wo das Feuer anscheinend aber keinen großen Schaden anrichtete. Wie knapp es allerdings gewesen war, das zeigten die Rußspuren an der Wand über dem ausgebrannten Zimmer.

Feuerwehr verhindert Übergreifen der Flammen auf das Dach

Die Feuerwehr war noch rechtzeitig zu Stelle gewesen, um ein Übergreifen der Flammen auf das Dach und damit den Dachstuhl zu verhindern.

So konnte die Feuerwehr jedoch nach 90 Minuten die Kräfte aus den Nachbarstädten schon wieder entlassen und sich selbst um die Restarbeiten kümmern.

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