Feuer- und Rettungswache platzt aus allen Nähten

dzMehr Raum für Rettungsdienst

Der Kamener Feuer- und Rettungswache am Mersch geht der Platz aus – jeder freie Quadratmeter wird als Lagerfläche genutzt. Ein An- oder Neubau soll es richten, dessen Planungen anlaufen.

Kamen

, 22.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Feuer- und Rettungswache am Mersch platzt aus allen Nähten. Spind steht dicht gedrängt an Spind, die Lagermöglichkeiten kommen an ihre Grenzen. In der Hauptwache müssen die Rettungskräfte ihre Ausrüstung lagern, auch zahlreiche Fahrzeuge und sogenannte Verbrauchsmittel – zum Beispiel Ölbindemittel – kommen dort unter.

Rainer Balkenhoff, Leiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, ist sich des Problems sehr bewusst. „Man spürt die Enge eindeutig“, sagt er, „wir müssen dort auf jeden freien Quadratmeter einen Spind stellen.“ Die Hauptwache am Mersch ist für 58 Mitarbeiter ausgelegt – 94 sind es aber, die die Wache tatsächlich nutzen. Auch wenn diese große Zahl an Personen wohl nicht gleichzeitig in die Wache kommen wird, müssen sie doch ihre Ausrüstung dort lagern. „Es kann ja im Notfall nicht sein, dass ein Kollege nur mit seiner Jeans auf dem Einsatzfahrzeug sitzt“, sagt Balkenhoff schmunzelnd.

Um das Problem zu lösen, soll ein Anbau oder ein zusätzliches Gebäude her, das nahe am Standort errichtet werden soll. Im Haushaltsplan 2019 lässt sich nachlesen, dass die Stadtverwaltung dafür im kommenden Jahr mit 190.000 Euro Planungskosten rechnet. „Jetzt muss erst einmal geguckt werden, was an dem Standort überhaupt möglich ist“, so Balkenhoff. Wenn die Machbarkeitsstudie dann vorliegt, lassen sich die weiteren Schritte planen. Eine Einschätzung, wann der Rettungsdienst auf eine neue Wache hoffen darf, kann laut Balkenhoff also noch nicht gegeben werden.

Ideen, wofür der neugewonnene Platz genutzt werden soll, gibt es bereits. „Wir brauchen etwa ein Lager zum Beispiel für Verbrauchsmittel und Bekleidung“, sagt der Rettungsdienstchef.

Der Kamener Rettungsdienst stockte bereits in diesem Jahr auf. Eine neue Rettungswache wurde im Kamener Westen im Hemsack eingerichtet, damit Einsatzkräfte im Notfall von dort schnell nach Methler fahren können. Diese Wache ist aber nur ein Provisorium, denn die Rettungswache West wird in der jetzigen Form nur so lange stehen bleiben, bis ein Grundstück gefunden und ein Neubau errichtet ist.

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Balkenhoff ist insgesamt mit den Investitionen in die Feuerwehr und den Rettungsdienst zufrieden. „Das ist schon eine Erleichterung. Man braucht ja auch Perspektiven.“

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