Die Kirchenmaus Margarete erkundet mit Küsterin Ingrid Rumpf die Margaretenkirche in Methler. In der Karnevalsfolge durften Luftschlangen nicht fehlen. © Pott
Mit Videos

Fans bis nach Köln: Eine graue Maus aus Methler erobert nicht nur Kinderherzen

Kirchenmaus Margarete wohnt in der Margaretenkirche in Methler und hat schon viele Fans. Ihre Videos sind interessant für jüngere Kinder, doch die Maus hat auch erwachsene Fans – zum Beispiel in Köln.

Es kamen schon Rückmeldungen aus Eisleben und Köln – „Unheimlich viele Leute kennen die Kirchenmaus“, sagt Ingrid Rumpf. Die Küsterin der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Methler hat gemeinsam mit der Presbyterin Sabine Schwarz und Nathali Boese eine Figur zum Leben erweckt, die mittlerweile viele Fans hat.

In mittlerweile 55 Folgen erforscht Rumpf mit der grauen Kirchenmaus Margarete die Margaretenkirche in Methler, aber auch andere Kirchen. In der aktuellen Folge erklärt Rumpf der kleinen Handpuppe und den Zuschauern am Bildschirm, wer die Namensgeberin der Margaretenkirche ist und wo man sie in der Kirche findet.

Weiter geht es dann mit einer Videobotschaft aus der Kirche in Eisleben, in der Martin Luther getauft wurde. Ein besonderes Highlight: Das große Taufbecken.

„Nicht nur Kinder aus der Kirche, sondern auch Erwachsene sind Fans der Kirchenmaus. Das ist erstaunlich“, sagt Rumpf. In kurzen Videos entdeckt Rumpf mit Margarete die Margaretenkirche oder erklärt der Maus kirchliche Rituale oder Feste. Und auch Pfarrerin Verena Mann tritt schon mal vor die Kamera – zum Beispiel, um den Aufbau der Bibel zu erklären.

Digitale Angebote der Kirchen für Kinder und Konfirmanden

„Für Kinder ist es wichtig, spielend zu lernen, im Umgang miteinander, im Ausprobieren und indem sie Sachen berühren“, sagt Mann. Indem die Kinder Margarete begleiten, können sie das zumindest ein Stück weit. Ein Junge sei sogar schon einmal zur Kirche gekommen, um Margarete zu suchen. Sie ist ein Begleiter in dieser schweren und oft auch einsamen Zeit geworden. „Sie gibt Kindern die Möglichkeit, wöchentlich etwas aus der Kirche zu hören“, sagt Mann.

Für die Gemeinde ist es wichtig, weiter für die Kinder da zu sein und die Kirchenmaus ist nur eines der Angebote, die angeboten werden. So gibt es auch weiterhin digitale Kindergottesdienste mit Pfarrer Jochen Voigt. Sie und auch die Videos mit der Kirchenmaus kann man sich jederzeit unter www.methler.ekvw.de anschauen.

Was ebenfalls weiterläuft ist die Vorbereitung für die Konfirmation. Die Konfirmanden treffen sich in Zoom-Konferenzen. Die Konfirmationen aus diesem Jahr und die, die aus dem vergangenen Jahr verschoben wurden, sollen an Sonderterminen stattfinden, geplant sind zunächst der 17. und der 24. April. Das sei aber nur möglich, wenn die Infektionszahlen das zulassen, sagt Mann.

Kommunionen sollen in kleinem Kreise stattfinden

Ähnlich sieht es übrigens bei den Katholiken aus. Auch hier hält man an den Kommunionsfeiern fest und ist weiter für die Kinder da. Die Pfarrei Heilig Kreuz biete zu unterschiedlichen Themen Parcours in den Kirchen an, erklärt Gemeindereferentin Katharina Levenig. An den einzelnen Stationen bekommen die Familien Impulse, die sie aufgreifen sollen.

Die Kommunionsfeiern müssen dieses Jahr im kleinen Kreise gefeiert werden, genau wir die Konfirmationen. Auf dem Weg dahin werden die Kinder digital und mit speziellen Angeboten begleitet. © AS Photo Project – stock.adobe.com © AS Photo Project – stock.adobe.com

„Es sind Ansätze, mit deren Hilfe Familien zu Hause ins Gespräch kommen können“, erklärt sie. Außerdem bekommen die Kinder regelmäßig Post und interaktive Aufgaben. Auch gibt es immer wieder kurze, coronakonforme Treffen, bei denen zum Beispiel Taufkerzen oder Gebetswürfel verteilt werden. Auch hier möchte man weiter für die Kinder da sein und sucht Wege, den Kontakt zu halten.

Die Kommunionen aus dem vergangenen Jahr sollen im April und die aktuellen dann im Juni stattfinden. Es wird in Kleingruppen gefeiert, damit die Feste auch wirklich stattfinden können. „Wir wollen den Eltern Planungssicherheit geben“, sagt Pastor Bernhard Nake. Er findet übrigens eine positive Sache an der Vorbereitung auf die Kommunion in diesem Jahr: „die Gruppen sind persönlicher und die Eltern gehen innerlich mehr mit, weil es weniger Ablenkung gibt.“

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott
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