Familie Mustermann zahlt nächstes Jahr knapp zehn Euro weniger

dzGebührenkalkulation für 2019

Müllabfuhr, Regenwasser-Gebühr und Straßenreinigung werden billiger, aber das Abwasser wird teurer: Unter dem Strich muss Familie Mustermann nächstes Jahr fast unveränderte Gebühren zahlen.

Kamen

, 08.11.2018, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kämmerer Ralf Tost schlug dem Kamener Stadtrat am Donnerstag sowohl Gebührensenkungen als auch Erhöhungen fürs kommende Jahr vor. Bezogen auf einen Musterhaushalt mit vier Personen heben sich die Veränderungen bei den einzelnen Gebührenarten unter dem Strich fast auf. 1475 Euro muss Familie Mustermann künftig für Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllabfuhr sowie Regen- und Schmutzwasser zahlen. Das ist knapp zehn Euro weniger als im Vorjahr.

Grundsteuer stabil

Die Grundsteuer – der größte der sechs Einzelposten – bleibt im kommenden Jahr unverändert. Familie Mustermann zahlt im Beispielfall weiterhin 478 Euro. Die Steuer auf bebaute und unbebaute Grundstücke war erst zum Jahresanfang 2018 im Rahmen des Haushaltssanierungsprogramms erhöht worden.

Milder Winter

Die Beispielfamilie wohnt in einem Haus in einer Anliegerstraße, wo die Kehrmaschine fährt. Die Straßenreinigung kostet im kommenden Jahr rund 58 Euro, das ist ein Rückgang um etwa sechs Euro. Kämmerer Tost erklärt diese Gebührensenkung mit dem milden Winter, denn die Gebühr bezieht sich auch auf den Winterdienst. Die Schneepflüge und Streufahrzeuge rückten kaum aus.

Weniger für Müllabfuhr

Regelmäßig stellt Familie Mustermann ihre Mülltonnen an die Straße. Die 80-Liter-Biotonne kostet nächstes Jahr nur noch 59 Euro, das sind sechs Euro weniger. Auch für die 80-Liter-Biotonne sinkt die Gebühr um vier Euro auf 180 Euro. Der abfallende Trend wird vom Kämmerer mit der Neuorganisation der Müllabfuhr erklärt. Statt der Entsorgungsfirma Welge wird ab Januar die „GWA kommunal“, an der die Stadt Kamen partnerschaftlich beteiligt ist, die Tonnen leeren. Die Beteiligung der Stadt schafft Gebührensenkungspotenzial.

Kämmerer Tost will mit einem Missverständnis aufräumen: Als der damalige Bürgermeister Hermann Hupe (SPD) prognostizierte, dass die gebührenrelevanten Kosten durch die Partnerschaft mit „GWA kommunal“ um zehn Prozent sinken werden, sprach er nicht von den Gebühren an sich. „Ich werde immer darauf angesprochen, ob die Gebühren um zehn Prozent sinken werden“, sagte Tost im Vorfeld der Ratssitzung. Tatsächlich liegt die Senkung im kommenden Jahr bei 2,2 Prozent.

Abwasser und Niederschlagswasser

Familie Mustermann hat im Rathaus vor Jahren angegeben, dass auf ihrem Grundstück rund 140 Quadratmeter Flächen versiegelt sind. Dafür zahlt sie im kommenden Jahr insgesamt rund 232 Euro Niederschlagswasser-Gebühren. Das ist ein Anstieg um rund zwölf Euro. Der Trend zeige weiter nach oben, so der Kämmerer.

Daneben gibt es noch die Abwassergebühren. Diese Umlage fürs Kanalnetz und die Kläranlage wird laut Kalkulation im kommenden Jahr für die Mustermanns sinken – um sieben Euro auf rund 467 Euro.

Die Gebührenveränderungen sollen zum 1. Januar 2019 in Kraft treten – vorbehaltlich einer Entscheidung des Stadtrats am 6. Dezember.

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