Ev. Gemeinde legt Gottesdienste zusammen

dzNeues Konzept an Sonntagen

Die Ev. Gemeinde Kamen reduziert ab Februar 2019 ihre Sonntagsgottesdienste. Statt in beiden Innenstadt-Kirchen soll es dann nur noch in einer von beiden Kirchen eine Veranstaltung geben.

Kamen

, 13.12.2018, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Statt in beiden Innenstadt-Kirchen, Lutherkirche und Pauluskirche, soll es in der Ev. Gemeinde Kamen nur noch in einer von beiden Kirchen eine Veranstaltung geben. Bisher gab es sowohl in der Lutherkirche (8.30 Uhr) als auch in der Pauluskirche (10 Uhr) einen Gottesdienst. Start der neuen Regelung ist am 2. Februar.

Hintergrund, so führt Pfarrer Andreas Dietrich auf Anfrage der Redaktion aus, seien insgesamt rückläufige Besucherzahlen. „Die eine Hälfte feiert dann hier, die andere dort, ohne dass die Kirchen richtig voll sind.“ Bei Gottesdiensten indes, die in einer Kirche zusammengelegt wurden, sei stets eine größere Gemeinde zusammen gekommen und es habe sich fröhlicher gefeiert. „Schon länger haben wir beobachtet, dass der Besuch der Pauluskirche bei Anlässen wie Konfirmationen, Tauferinnerungsdienst oder Familiengottesdiensten gut ist, bei Gottesdiensten ohne besonderen Anlass aber nur wenige die Pauluskirche aufsuchen.“ Auch in der Lutherkirche würde die Gemeinde immer kleiner.

Aus diesen Erwägungen, so schreibt der Pfarrer auch im jüngsten Gemeindebrief, habe das Presbyterium ein neues Konzept beschlossen, das erst einmal für eine Probezeit von zwölf Monaten gelte. Vorgestellt wird das neue Gottesdienstmodell am Donnerstag, 17. Januar, 18 bis 19.30 Uhr, bei einer Gemeindeversammlung im Ev. Gemeindehaus am Schwesterngang, denn sicherlich, so Dietrich, gebe es noch Fragen oder Klärungsbedarf.

Ev. Gemeinde legt Gottesdienste zusammen

Die Pauluskirche mit ihrem Schiefen Turm, dem Wahrzeichen Kamens. © Stefan Milk

Die Gottesdienste sollen künftig um 10 Uhr beginnen. Wo gefeiert wird, das richte sich nach der zu erwartenden Gemeindebeteiligung oder werde durch den Anlass bestimmt. „Bei den vier Konfirmationen werden wir beispielsweise jeweils in der Pauluskirche feiern, im Sommer wechseln wir dann in die Lutherkirche“, so Dietrich. Ein Predigtplan sei bereits bis Januar 2020 festgelegt worden. Er soll in Kürze veröffentlicht werden, damit jeder weiß, wohin er an den jeweiligen Sonntagen gehen muss. „Falls jemand feststellt, dass er zur falschen Kirche gegangen ist, hat er auch noch die Möglichkeit fußläufig zu wechseln“, so Dietrich mit Verweis auf die Nähe der beiden Innenstadt-Kirchen.

Ausnahme soll im Übrigen der Heiligabend bilden, wenn doch an beiden Standorten eingeladen wird. Bei einer weiteren Gemeindeversammlung vermutlich im September sollen die Erfahrungen diskutiert werden. Auch das letzte Wort über die Anfangszeit in der Lutherkirche ist noch nicht gesprochen, weil es Wünsche gibt, etwas eher zu beginnen. Nicht betroffen von den Veränderungen sind im Übrigen die Gottesdienste im Buxtorfhaus und in der Kapelle Lerche.

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