Auf einem Feldweg am Heerener Holz entdeckte der Hund einer Kamener Familie Brötchen, die offenbar vergiftet waren. Sie warnt andere Hundehalter. © privat
Tierschutz

„Es riecht nach Chemikalien“: Kamenerin warnt Hundehalter vor Giftködern

Beim Spaziergang mit ihrem Hund wurde ein Kamener Ehepaar misstrauisch. Ihr Hund erschnüffelte alle paar Meter versteckte Brotstücke und fraß sie zum Teil. Sie brachten den Hund sofort zum Tierarzt.

„Als wir zu Hause waren, haben die Kinder an dem Brot gerochen und gleich gesagt: Es riecht nach Chemikalien.“ Spätestens da war dem Kamener Ehepaar klar, dass das Brot, das ihr Hund da gerade beim Spaziergang gefressen hatte, vergiftet sein könnte. Sie fuhren sofort zum Tierarzt, wo der Hund zum Erbrechen gebracht wurde und ein Gegenmittel bekam.

„Es ist nicht bewiesen, dass das Brot vergiftet war“, erzählt die Kamenerin auf Anfrage der Redaktion. Ihren Namen möchte sie aus Vorsicht nicht in der Zeitung lesen, wohl aber andere Hundehalter vor möglichen Giftködern warnen. Entdeckt hat sie die Brotstücke am Heerener Wald. Genauer gesagt in den Feldern an der Heerener Straße.

Morgens lag noch kein Brot auf dem Weg

Die Kamenerin war am Sonntag mit ihrem Mann und dem Hund spazieren. „Der Hund ist schon älter, wir gehen immer diese Runde.“ Das Paar ging am Sonntagmorgen die erste Runde, „da war noch nichts.“ Am späten Nachmittag gegen 17 Uhr habe der Hund dann im Gras geschnüffelt und die Brötchen entdeckt. „Wir haben ihn weggezogen und ich habe die Brötchenreste eingesammelt.“ Ein paar Meter weiter auf einem abgeernteten Maisfeld erschnüffelte der Hund dann wieder etwas – wieder Brot. „Es waren Krümel, vielleicht immer ein Viertel Brötchen.“

Die mutmaßlich vergifteten Brötchen sammelte die Kamenerin ein. Es könnte aber sein, dass noch mehr verteilt worden ist. © privat © privat

Und noch an weiteren Stellen fand der Hund Brot – immer gut versteckt unter Gras. Das Paar sammelte alles ein und nahm es mit nach Hause. Dass die Brötchen so merkwürdig verteilt waren, machte die beiden skeptisch. Als sie die Brötchen zu Hause untersuchten und daran rochen, erhärtete sich der Verdacht, dass eine Giftspur gelegt wurde.

Nach dem Besuch beim Tierarzt hängte die Kamenerin Zettel auf, um andere Hundebesitzer zu warnen. Generell sollten sie immer sehr wachsam sein und nachsehen, wenn ihr Hund etwas erschnüffelt hat oder fressen will. Denn leider hört man immer mal wieder von Giftködern.

In solchen Fällen kann man die Polizei rufen oder auch die Stadt kontaktieren. Die Kamenerin hat in diesem Fall davon abgesehen. Sie glaube nicht, dass das etwas bringe und ist lieber selbst aktiv geworden. Die Familie hängte die Warnzettel auf und warnte Hundehalter auch über die Sozialen Medien.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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