Seit 22. Februar gehen viele Kinder wieder zur Schule, so auch an der Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve. Nun wird ein Corona-Fall bekannt. © Stefan Milk
Coronavirus

Erster Corona-Fall an Kamener Schule nach Ende des Lockdowns

Es war nur eine Frage der Zeit, dass nach der Wiederöffnung der Schulen wieder ein Corona-Fall im Klassenzimmer auftreten würde. Nun ist es soweit: Eine Kamener Grundschule ist betroffen.

Eine Woche nach der Wiedereröffnung der Grundschulen ist in einer 1. Klasse in Kamen ein Corona-Fall aufgetreten. Die Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve sei betroffen, sagte ein Sprecher der Stadt Kamen am Montag und verwies für weitere Auskünfte an die Schule.

Schulleiterin Gisela Sons hat eine Mitteilung auf der Internetseite der dreizügigen Grundschule an der Westfälischen Straße herausgegeben. „Am 27.02.2021 wurde uns durch das Gesundheitsamt des Kreises Unna mitgeteilt, dass es im ersten Jahrgang der Astrid-Lindgren-Schule einen bestätigten Fall mit Covid-19 gibt“, heißt es darin. Das Gesundheitsamt habe entsprechende Schritte eingeleitet.

Die Formulierung lässt darauf schließen, dass sich ein Kind – und keine Lehrkraft – angesteckt hat. Das bestätigte Max Rolke, Sprecher des Kreisgesundheitsamts in Unna, auf Anfrage. Das infizierte Kind hatte demnach engen Kontakt zu drei weiteren Schulkindern, für die nun Quarantäne angeordnet ist. Sie sollen am Dienstag (2.3. ) auf Corona getestet werden. Die Schulleiterin war für eine Stellungnahme zu den Auswirkungen auf den Schulbetrieb am Montagnachmittag nicht zu erreichen.

Eine Woche Wechselunterricht

Schulen in NRW sind am 22. Februar teilweise aus dem sogenannten Lockdown zurückgekehrt, der vor Weihnachten in Kraft getreten war. Während in weiterführenden Schulen nur Jugendliche aus Abschlussklassen wieder Unterricht im Klassenzimmer bekommen, wird in Grundschulen „Wechselunterricht“ für alle Jahrgänge erteilt. Das heißt, die Grundschüler befinden sich bis zu einer Woche im Fernunterricht, bevor sie wieder für für einige Tage in die Klassenräume kommen. Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung des Wechselmodells trifft die Schulleitung.

Der Corona-Fall an der Astrid-Lindgren-Schule ist laut Kreissprecher Rolke der erste bekannte Fall an einer Kamener Schule seit Beginn des Wechselunterrichts – und erst der zweite in diesem Zeitraum im Kreis Unna. In Bergkamen sei vorige Woche der Fall einer infizierten Lehrerin einer Grundschule gemeldet worden. Da es sich um einen isolierten Fall gehandelt habe, sei keine Quarantäne an der Bergkamener Schule verhängt worden.

NRW hatte nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen eine schrittweise Rückkehr zum normalen Schulbetrieb eingeleitet. Inzwischen steigen die Infektionszahlen wieder. In den Schulen gilt wie vor dem Lockdown unter anderem eine Maskenpflicht – neben Hygiene- und Lüftungsregeln. Die Schulleitung der Astrid-Lindgren-Schule rät Eltern und Schülern angesichts des neuen Corona-Fall, die Maskenpflicht durch das Tragen einer medizinischen Maske zu erfüllen. „In diesem Zusammenhang noch einmal der Hinweis, die Kinder mit medizinischen Masken auszustatten, da diese effektiver vor einer Infektion schützen sollen“, heißt es in der Mitteilung. Wenn Schüler bis zur Klasse 8 aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, kann laut Coronabetreuungsverordnung ersatzweise eine Alltagsmaske getragen werden.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer
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