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Erste Kunstrasenfläche Kamens wird für 290.000 Euro erneuert

dzNach 14 Jahren Nutzung

Der Kunstrasenplatz des SuS Kaiserau soll einen neuen Belag bekommen. Höchste Zeit, wie die Vorsitzenden des Vereins finden. Der alte Belag sorge bereits für Verletzungen.

Methler

, 11.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Fußballspieler des SuS Kaiserau kicken schon seit 2004 auf Kunstrasen – es war die erste Fläche dieser Art, die die Stadtverwaltung in Kamen in Auftrag gab. Der Plastikuntergrund bringt einige Vorteile, wie der Vorsitzende Eckart Stender weiß: „Wir können zu jeder Zeit – auch im Winter – trainieren.“

Der künstliche Untergrund ist belastbarer als eine Naturrasenfläche, muss weder gemäht noch gegossen werden. Doch Verschleiß setzt natürlich auch Kunstrasen zu. Deswegen ist nun – 14 Jahre nach der Einweihung – eine Erneuerung fällig, denn „der Rasen ist auf“, wie Vizevorsitzender Patrick Linnemann sagt.

Der SuS soll in diesem Jahr einen neuen Belag bekommen – für rund 300.000 Euro. Laut Eckart und Linnemann wird das auch höchste Zeit. „Der alte Belag ist ziemlich stumpf geworden“, erklärt Linnemann, „50 Prozent der Verletzungen, die sich unsere Spieler zufügen, führen wir auf den Kunstrasen zurück.“ Besonders häufig treten etwa Schambeinentzündungen sowie Beschwerden in der Leistengegend auf. „So ein stumpfer Belag ist irgendwann wie ein Hallenboden“, so Linnemann. Der Untergrund stoppe Spieler ruckartig ab, was zu einer erhöhten Belastung des Körpers führe. „Man rutscht gar nicht mehr auf dem Untergrund und auch der Ball stoppt immer wieder rapide ab.“

Der Start der Bauarbeiten ist zum Ende der Saison geplant, gegen Ende Mai soll es also losgehen. Idealerweise kann der Verein dann bereits zum Start der neuen Saison – Mitte August – auf dem Platz kicken.

Eventuell weitere Maßnahmen

Die Stadt hat im Haushaltsplan 290.000 Euro für den neuen Belag vorgesehen. Eventuell könnten auch weitere Maßnahmen an dem 14 Jahre alten Platz nötig sein, wie Stadtsprecher Hanno Peppmeier zu bedenken gibt. „Konkret wird das während der Erneuerung des Kunstrasens festgestellt.“ Der Vorsitzende Eckart verweist etwa auf die Drainage unterhalb des Platzes, der ein kleines Gefälle hat. „Bei Dauerregen staute sich das Wasser teilweise und es hat eine Zeit gedauert, bis das abgeflossen ist.“

Beim SuS Kaiserau kicken 20 Mannschaften auf dem Rasen – von Mini-Spielern bis zu den „Alten Herren“. Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 100. Jubiläum, weshalb die Erneuerung des Rasens noch in diesem Jahr ein besonderes Anliegen der Mitglieder war. „Wir sind heilfroh, dass das jetzt passiert“, freut sich Vize-Vorsitzender Linnemann.

Bau, Finanzierung und die Pflege von Kunstrasenplätzen sind ein weites Feld. Wie man es richtig handhabt, wissen etwa die Experten vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). Verschiedene Seminare sollen ab Februar in die Kunst des Kunstrasens für Vereine einführen. Wer Interesse hat, findet weitere Informationen auf Internetseite des FLVW.
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