Die Nachricht vom gelöschten Moorbrand im niedersächsischen Emsland sorgt auch beim Technischen Hilfswerk Kamen-Bergkamen für Erleichterung. Der September war ein arbeitsreicher Monat.

Bergkamen, Kamen

, 14.10.2018, 12:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das THW Kamen-Bergkamen hat eigene Kräfte zur Bekämpfung des mehrwöchigen Moorbrands nach Niedersachsen geschickt. Drei Helfer der Einheit waren bis zu neun Tage in Meppen im Einsatz.

Zwei von ihnen waren an einer der 14 Pumpenstation damit beschäftigt, Wasser aus der Ems ins Moor zu leiten. „Die Helfer von unserem Ortverband bauten die Pumpstation auf und hatten dann in je 12-Stunden-Schichten die Aufgabe, die Pumpen und die dazu gehörigen Stromaggregate am Laufen zu halten“, teilte das THW Kamen-Bergkamen am Samstag mit. Zudem habe ein Koch die Verpflegung der insgesamt 680 Helferinnen und Helfer unterstützt.

Die letzten THW-Kräfte wurde bereits am 3. Oktober wieder nach Hause geholt. Die Bundeswehr meldete am 10. Oktober, dass der Moorbrand endgültig gelöscht ist. Bilder eines Tornadoaufklärungsflugs zeigten keine Wärmenester mehr. Aufklärungsflüge mittels Drohnen sollten weiter stattfinden.

Der Brand war am 3. September durch bei großer Trockenheit vorgenommene Raketentests der Bundeswehr ausgelöst worden. Er fraß sich unterirdisch durch die Moorlandschaft. Laut Bundeswehr brannte es zwischenzeitlich auf einer Fläche von etwa zwei mal vier Kilometern. Hunderte Brandbekämpfer waren im Einsatz.

Erst Moorbrand im Emsland bekämpft, dann Erdbeben-Opfern in Indonesien geholfen

Helfergruppe des THW Kamen-Bergkamen bei einer Übung Anfang September.

Für das THW Kamen-Bergkamen war der September ein arbeitsreicher Monat. Angefangen hatte der Monat mit einer dreitägigen Übung von 52 Helfern in Wesel, wo sie verschiedene Unfallszenarien durchspielten. Die Jugendgruppe baute eine provisorische Brücke über einen Fluss. Dann verlangte der Moorbrand den Helfern einiges ab. Am vierten Samstag probten die Mitglieder in Iserlohn den Aufbau einer Dekontaminationsschleuse, wie sie zum Einsatz kommt, „wenn zum Beispiel die Schweinegrippe H1N1 einen Hof befallen hat“ und das Veterinäramt Unterstützung anfordert.

Tags darauf war das THW beim Kreisfeuerwehrtag an der Marina Rünthe dabei. Am letzten Septemberwochenende schließlich ließen sich Atemschutzgeräteträger im Übungsbergwerk Recklinghausen ausbilden und krochen dazu in voller Montur durch enge, künstlich verrauchte Tunnel.

Derweil ist der stellvertretende THW-Ortsbeauftragte Walter Thiel am 6. Oktober nach Indonesien geflogen, um mit Stromerzeugern Hilfe in das vom Tsunami schwer getroffene Land zu schicken. Der Einsatz sollte laut THW-Führung eine Woche dauern. Bei dem schweren Beben und dem anschließenden Tsunami am 28. September kamen auf der Insel Sulawesi mehr als 2000 Menschen um, das Schicksal von weiteren 5000 Menschen ist nach Behördenangaben ungeklärt. Fast 90.000 Menschen haben nach amtlichen Angaben ihr Heim verloren, insgesamt 200.000 Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen dringend auf Hilfe angewiesen. Trotz internationaler Hilfe sind Trinkwasser und Lebensmittel knapp, die medizinische Versorgung ist schlecht.

Mit Material von dpa und AFP

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Mit Formular-Download
So kompliziert ist es, die Biotonne abzulehnen: Anruf auf Erteilung eines Antragsformulars
Hellweger Anzeiger Mit Chor aus Heeren
Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“
Hellweger Anzeiger Gesamtschule
Erst feurige Musik, dann aus dem Nichts ein gleißender Feuerball: So läuft der Tag der offenen Tür
Hellweger Anzeiger Nicht jedes Knöllchen zulässig
Nach dem Mega-Knöllchen: Wie man sich gegen Strafen der privaten Parkplatzwächter wehren kann
Hellweger Anzeiger Wirtschaft: Firma Vahle
Mit Fleiß zum Erfolg: Als Fachlagerist schickt Niclas Georg täglich Ware auf die Reise
Hellweger Anzeiger Streifenwagen beschädigt
Verfolgungsjagd im Kamener Kreuz: Polizei stellt den Täter kriechend durch den Kofferraum