Entweder, oder... Der Bad-Besucher muss sich entscheiden

dzSo sieht der Bäderbetrieb in der Praxis aus.

Wer das neue Kombibad besuchen möchte, der muss sich entscheiden. Ins Freibad oder ins Hallenbad? Hin und her zu wechseln, so sieht es die aktuelle Konzeption vor, soll nicht möglich sein.

Kamen

, 07.11.2018, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer das neue Kombibad besuchen möchte, der muss sich entscheiden. Ins Freibad oder ins Hallenbad? Hin und her zu wechseln, so sieht es die aktuelle Konzeption vor, soll nicht möglich sein. „Da gibt es den Aspekt der Verschmutzung“, sagt Jochen Baudrexl, Geschäftsführer der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen, die das neue Bad bauen werden, falls der Stadtrat grünes Licht gibt.

Aber es ist nicht nur der Schmutz, den Freibadbesucher ins Hallenbad eintragen könnten, der die beiden in sich geschlossenen Systeme rechtfertigen soll. Es sind vor allem Sicherheitsgründe, wie Baudrexl ausführt. „Bei einer plötzlichen Wetterveränderung könnten die Freibadbesucher alle ins Hallenbad strömen – doch für diese Besuchermenge ist es nicht ausgelegt.“ Wie die Trennung in der Praxis aussieht, ob es nicht doch noch ein Kombiticket gibt, das den Zugang zu beiden Bereichen ermöglicht, soll noch diskutiert werden. Explizit ausgeschlossen ist das jedenfalls nicht. „Zurzeit“, so Baudrexl, „geht unser Nutzungskonzept aber von getrennten Bereichen aus.“

Das spiegelt sich auch in der Eingangssituation wider. Es gibt zwei Eingänge, einen direkt zum Freibadgelände mit einem separaten Kassenhäuschen. Und einen direkt zum Hallenbad, wo auch ein kleiner Shop angesiedelt ist, in dem es Badetextilien, Schwimmhilfen, Tauchringe oder Badekappen zu kaufen gibt. Es ist sogar ein dritter Eingang vorgesehen, der für Schüler und Vereinsschwimmer eingerichtet wird. Damit gibt es keinen Stau an der Kasse, wenn plötzlich größere Gruppen aus Schulen oder Schwimmvereinen auflaufen.

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Ein Parallelbetrieb von Schul- und Vereinsschwimmen mit öffentlichem Badebetrieb ist eingeplant. Zwei Hallenbecken – das Sportbecken und das Multifunktionsbecken – sind durch eine Glaswand getrennt, sodass Störungen vorgebeugt werden soll – oder Nutzungskonflikten, wie es im Sprachgebrauch der Bäderplaner heißt. Es gibt aber auch Zeiten, in denen Schüler und Vereinssportler das Bad für sich haben – wie dienstags, mittwochs und donnerstags, wenn es zwischen 8 und 10 Uhr nur Schulschwimmen und dienstags und donnerstags ab 17 Uhr nur Vereinsschwimmen gibt. Im Prinzip steht das Bad den Schwimmern ganzjährig zur Verfügung. An 346 von 365 Tagen ist es geöffnet, was einer Betriebsdauer von ca. 4800 Stunden pro Jahr entspricht. Geschlossen ist es lediglich am 1. Januar sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Zusätzlich sind 14 Tage eingeplant für die Instandhaltung, was als Revisionsarbeiten bezeichnet wird.

Die Kernöffnungszeiten liegen zwischen 6.30 und 17 Uhr, an drei Tagen in der Woche bis 21 Uhr. Und an Wochenenden und Feiertagen ist durchgehend geöffnet zwischen 8 und 18 Uhr.

  • Montag: 10 bis 21 Uhr (bis 10 Uhr Grundreinigung).
  • Dienstag: 6.30 bis 8 Uhr und 10 bis 17 Uhr (zwischen 8 und 10 Uhr Schulschwimmen, ab 17 Uhr nur Vereinsbetrieb).
  • Mittwoch: 6.30 bis 8 Uhr und 10 bis 21 Uhr (zwischen 8 und 10 Uhr Schulschwimmen).
  • Donnerstag: 6.30 bis 8 Uhr und 10 bis 17 Uhr (8 bis 10 Uhr Schulschwimmen, ab 17 Uhr nur Vereinsbetrieb).
  • Freitag: 6.30 bis 21 Uhr.
  • Samstag: 8 bis 18 Uhr.
  • Sonntag: 8 bis 18 Uhr.
  • Feiertag: 8 bis 18 Uhr.
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