Endspurt auf der A2: Die letzte Bauphase für die zwei großen Autobahnbrücken läuft an

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Seit zweieinhalb Jahren sind die beiden Kamener Brückenbaustellen Störfaktoren auf der Autobahn 2. Jetzt kündigt der Landesbetrieb Straßen NRW das baldige Ende der Bauarbeiten an.

Kamen

, 26.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endspurt auf den beiden Großbaustellen auf der A2 in Kamen. Der Landesbetrieb „Straßen NRW“ startet an diesem Freitag, 27. März, den letzten Bauabschnitt für die beiden Autobahnbrücken.

Ganz so schnell werden die Bauarbeiter aber nicht abrücken. Bis die letzten Arbeiten verrichtet sind, kann es noch ein paar Monate dauern. Erst ab Anfang Mai werden die wuchtigen Behelfsbrücken, die an den neuen Brückenbauwerken vorbei führen, abgebaut.

Danach heißt es wieder: Freie Fahrt auch über Kamener Brücken. Dann gibt es dort auch erstmals einen Seitenstreifen. Damit gibt es auf dem Streckenabschnitt eine Engstelle weniger.

Die neue Brücke in der typischen Beton-Optik. Die Verkehrsführung innerhalb der Autobahn-Baustelle wird ab diesem Freitag geändert.

Die neue Brücke in der typischen Beton-Optik. Die Verkehrsführung innerhalb der Autobahn-Baustelle wird ab diesem Freitag geändert. © Marcel Drawe

Großbaustelle schon seit zweieinhalb Jahren

Seit zweieinhalb Jahren, seit Juni 2017, gilt es für die Autofahrer auf den Baustellen zwischen den A2-Anschlussstellen Kamen/Bergkamen und Dortmund-Lanstrop, das Tempo auf 60 Stundenkilometer zu reduzieren.

Sowohl an der Brücke über die Seseke, die den Namen „Sesekebach“ trägt. Und über die Brücke „Am Langen Kamp“ über die gleichnamige Kreisstraße. 14 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme, die der Landesbetrieb aus Mitteln des Bundes verbaut.

Start mit dem Umbau ist am Freitag um 15 Uhr

Start für den letzten Bauabschnitt ist an diesem Freitag um 15 Uhr. Dabei wird die Verkehrsführung so umgebaut, dass drei eingeengte Fahrstreifen in jeder Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. „Hierbei werden die beiden Fahrtrichtungen wieder getrennt“, kündigt Sprecher Markus Miglietti an. Die inneren Fahrspuren liefen bisher baustellenbedingt direkt nebeneinander her, was viele Autofahrer durch die unmittelbare Nähe des Gegenverkehrs als nicht so angenehm empfinden.

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Rückbau der sogenannten Mittelstreifenüberfahrten
Auf der A2

Zwei neue Brücken

  • Beide Bauwerke wurden in den 70er-Jahren gebaut. Jetzt wiesen die Brücken durch die langjährige Beanspruchung Schäden auf. Weiterer Mangel: Beide Brücken hatten keinen Seitenstreifen und galten als Engstelle auf der Strecke Dortmund und Hannover.
  • Das Bauwerk „Am Langen Kamp“ wurde im Jahr 1973 gebaut.
  • Das ursprüngliche Bauwerk „Sesekebach“ wurde schon zwischen 1936 und 1938 gebaut. Es wurde in den Jahren 1972/1973 abgebrochen und erneuert.

Das wird sich jetzt aber schnell ändern: In der Mitte werden zunächst die sogenannten Mittelstreifenüberfahrten zurückgebaut – eine Mittelstreifenüberfahrt wird im Jargon der Straßenbauer als Begriff für die mobilen Elemente zur Fahrbahntrennung verwendet.

Der Fachmann bezeichnet sie auch als „bewegliche Rückhaltesysteme zur flexiblen Lenkung von Verkehrsströmen“.

Sind diese Elemente entfernt, wird die Entwässerung angepasst und das sogenannte Fahrzeugrückhaltesystem wieder geschlossen. Unter Fahrzeugrückhaltesystem (FRS, englisch Vehicle Restraint System) verstehen Verkehrsplaner die fest installieren Leitplanken bzw. Betonschutzwände, die dazu dienen, Fahrzeuge und deren Insassen vor von der Fahrbahn abkommenden Wagen zu schützen. Bis Ende April sind diese Arbeiten vorgesehen.

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Letzter Schritt: Die Behelfsumfahrung wird abgebaut

Im letzten Schritt wird die provisorische Verkehrsführung in Fahrtrichtung Oberhausen abgebaut, in Fahrtrichtung Hannover wird der Verkehr in drei eingeengten Fahrstreifen nach innen gedrückt, um die Behelfsbrücken und die Behelfsumfahrung abbauen zu können.

Wie lange dieser letzte Bauabschnitt dauert, so Markus Miglietti, könne jetzt noch nicht prognostiziert werden.

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