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Eingang zum Sesekepark wird Spielstraße – dabei passiert ein Schildbürgerstreich

dzParkplätze auf Weg gemalt

Schildbürgerstreich mit Markierungsfarbe am Nordeingang des Sesekeparks: Autos dürfen den Zugang für Fußgänger halbseitig zuparken. Schnell verschwinden die irreführenden Zeichen wieder.

Kamen

, 22.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Nordeingang zum Sesekepark ist jetzt eine verkehrsberuhigte Zone. Mit den nun aufgestellten blau-weißen Schildern stellt die Stadt Kamen klar, dass Fußgänger, Radler und Autos auf dem rund 40 Meter langen Stück zwischen Klosterstraße und Vinckebrücke gleichberechtigt sind und Schritttempo gilt. Der Sesekepark beginnt auf der anderen Seite der Vinckebrücke.

Mehr Radler und Fußgänger

Die Stadt Kamen begründet die sogenannte Spielstraße so: Nach der Eröffnung und Etablierung des Parks werde die Verkehrsfläche im Bereich der Autowerkstatt van gen Hassend und der Josefschule an der Klosterstraße mehr und mehr von Fußgängern und Radfahrern genutzt. „Damit diese den Bereich in seiner gesamten Fläche gleichberechtigt neben den anderen Verkehrsteilnehmern nutzen können, wurde die Fläche von der Stadtverwaltung jetzt als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen“, erklärt Sprecher Peter Büttner. Dies schaffe ein erhöhtes Maß an Sicherheit.

Eingang zum Sesekepark wird Spielstraße – dabei passiert ein Schildbürgerstreich

Autos dürfen den Weg zum Park halbseitig zuparken – das legen die Markierungen nahe. Doch der Markierer hat den Plan falsch interpretiert. © Stefan Milk

Die neuen Schilder passen zum Erscheinungsbild des kurzen Verbindungsstück. Der Bereich ist typisch gepflastert statt asphaltiert, und seitlich befinden sich unter Bäumen vier Parkbuchten. Es gibt keine Trennung zwischen Fahrbahn und Bürgersteig. Das ist schon seit Jahrzehnten so, ohne dass bislang Schilder für nötig gehalten wurden. Dass die Beamten im Rathaus das nun anders sehen, dürfte nicht nur mit der Parkeröffnung zu tun haben, sondern auch damit, dass sie eine verkehrsrechtliche Grauzone auflösen wollen.

Schildbürgerstreich behoben

2018 war an der Klosterstraße eine Schülerin der Josefschule von einem Auto angefahren worden, als sie zwischen parkenden Autos hindurch auf die Fahrbahn ging. Daraufhin überprüfte die Stadt den Bereich. Das Parken auf dem abgesenkten Bürgersteig zwischen Autowerkstatt und Josefschule wird seitdem nicht mehr geduldet. Genau in diesem Bereich fängt der Schulhof an und die nun ausgewiesene Spielstraße zum Sesekepark.

Weil Parken in verkehrsberuhigten Zonen nur in gekennzeichneten Bereichen erlaubt ist, ließ die Stadt die vier vorhandenen Parkbuchten mit weißer Markierungsfarbe hervorheben. Der Markierer zeichnete jedoch zwei Boxen zu breit ein, offenbar weil er einen Plan falsch las. „Bei der Ausführung ist es zu einem Missverständnis gekommen: Die Stellflächen wurden zu weit in den Verkehrsbereich hinein ausgezeichnet“, erklärt Stadtsprecher Büttner. Der Schildbürgerstreich ist inzwischen behoben, die falsche Markierung vom Pflaster abgekratzt.

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