Ein Unfall bringt es an den Tag: Kamener fährt nicht nur mit falschen Kennzeichen

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 10.07.2019, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einem Unfall kam ans Licht, dass ein 30-jähriger Autofahrer aus Kamen mit falschen Kennzeichen und ohne Versicherungsschutz unterwegs war. Vor Gericht deklarierte er das nun als Versehen. Ohne Erfolg.

Offenbar war es eine Windböe, die den Kamener am späten Abend des 4. März auf dem Weg nach Hause aus der Spur brachte. Sein Wagen kollidierte mit einem Baum, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Danach blieb ihm gar nichts anderes übrig, als die Polizei zu verständigen – und die stellte schnell fest, dass das Auto mit falschen Kennzeichen bestückt und somit auch nicht versichert war. Wegen Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz musste sich der Kamener vor dem Unnaer Amtsgericht verantworten. Er beteuerte, das Ganze nicht mit Absicht gemacht zu haben. Damals habe er zwei Fahrzeuge besessen, von denen er eins habe verkaufen wollen. Und in der Situation habe er die Kennzeichen wohl vertauscht und versehentlich die falschen anmontiert. „Das war unbewusst“, versicherte er. Damals habe er sich wegen einer Trennung in einer schwierigen Lage befunden, sei vielleicht abgelenkt gewesen und habe die Kennzeichen so vertauscht. Gleichzeitig zeigte er Einsicht: „Ich bin mir meiner Schuld bewusst. Ich habe Mist gebaut und muss dafür geradestehen.“

An ein Versehen wollte der Richter nicht glauben. Er ging von einem vorsätzlichen Handeln aus und das bescherte dem Kamener am Ende 2000 Euro Geldstrafe.

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