Ein Sommerfest im „Schönen Fleck“ für die Kleingärtner mit Leib und Seele

dzAnlage in Südkamen

Der Kleingartenverein „Schöner Fleck" feiert sein Sommerfest zum 85-jährigen Bestehen. Dabei lüftet er auch das Geheimnis, wie er zu seinem Namen gekommen ist.

von Annika Schulte

Kamen

, 06.07.2019, 21:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kleingartenverein "Schöner Fleck" liegt wie eine kleine Oase inmitten von Häusern und Straßen, er ist der Einzige seiner Art in Südkamen. Für den Vorstandsvorsitzenden Heiko Martin ist die Kleingartenanlage mit den insgesamt 66 Parzellen etwas ganz Besonderes. Er ist seit sieben Jahren im Vorstand, übernahm aber schon 1996 den Kleingarten seiner Schwiegereltern. „Für mich sind nicht nur die Gärten wichtig, sondern auch die Gemeinschaft, in der jeder jedem helfe." Dies zeige zudem, wie gut doch ein freundschaftliches Zusammenleben funktioniert, vor allem, da der Verein multikulturell ist.

Teamgeist ist wichtig im Kleingarten

Auch wenn es um Organisation geht, zeigen die Kleingärtner starkes Engagement und Teamgeist, wie zum Beispiel beim diesjährigen Sommerfest am Samstag. „Das Wetter ist optimal, es macht einfach gute Laune", so Martin, "und es sind schon eine Menge Leute hier." Es gibt Gegrilltes, Pommes, ein Spendenbuffet, Kuchen, Getränke und natürlich Musik - alles organisiert und betreut von den Kleingärtnern. Für die Kinder gibt es auch einen Clown und lustige Aktionen. Besonders freut sich Heiko Martin über den regen Besuch aus dem Perthes-Zentrum, einer Altenhilfeeinrichtung in Kamen, mit der der Kleingarten schon länger kooperiert.

Den Verein gibt es schon seit 85 Jahren

Neben dem öffentlichen Sommerfest feiert der Kleingartenverein aber auch viele interne Feste, wie zum Beispiel ein Erntedankfest. Und das schon seit 85 Jahren, denn gleichzeitig mit dem Sommerfest feiert der Kleingarten auch seinen Geburtstag. Alles fing damals an, als das Land für Bergarbeiter der Stadt Kamen zur Nutzung freigegeben wurde. 1934 wurde dann der Kleingartenverein gegründet und im Laufe der Zeit wurde die Anlage immer erweitert.

Der Name erinnert an die ersten Vorsitzenden Schön und Fleck

Der Name „Schöner Fleck" resultierte dabei nicht etwa aus dem Ort, sondern aus den Namen der ehemaligen Vorsitzenden Fritz Fleck und Wilhelm Schön. Aber trotzdem sind die vielen grünen Gärten einfach ein „Schöner Fleck", der sich an großer Beliebtheit erfreut. „Zurzeit sind alle Parzellen besetzt und wir haben trotzdem noch eine Warteliste", so Martin. Außerdem hätten immer mehr junge Familien Interesse an einem Kleingarten. „Wir befinden uns in einem Aufschwung", resümiert er.

Praktisch im Kleingarten aufgewachsen

Roswitha und Marina Schwaiger sind mit ihren Geschwistern im Kleingarten praktisch aufgewachsen, denn ihre Eltern bezogen ihre Parzelle 1957. „Wir haben früher jeden Tag hier verbracht", erinnert sich Marina Schwaiger. Ihre Schwester Roswitha übernahm den Garten, heute ist sie Kleingärtnerin mit Leib und Seele. „Der Garten ist alles für mich", sagt sie. Für sie ist die Gartenarbeit keine Arbeit, sondern pure Erholung und Entspannung. Deshalb ist sie auch jeden Tag hier, egal ob Winter oder Sommer, denn im Garten gibt es für sie immer etwas Schönes zu entdecken. Im Frühling können das Krokusse sein, im Herbst das bunte Laub. Auch ihre Kaninchen müssen täglich gefüttert werden, natürlich mit selbst angebauten Sachen aus dem Garten. „Ich baue so gut wie alles an, von Spargel und Kartoffeln bis hin zu meinem Kirschbaum. Ich muss so fast kein Gemüse mehr kaufen", fügt sie hinzu. Besonders stolz ist sie aber auf ihr Gewürzbeet. Neben Schnittlauch und Thymian wachsen hier auch außergewöhnliche Pflanzen, wie Currykraut oder Ananas- Salbei. „Ich liebe meinen Garten", sagt sie. „Ohne ihn wäre ich schon längst eingegangen."

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