Ein neues Motto zum 50. Geburtstag der Gesamtschule Kamen

dzFestwochenende

Mit einem bunten Schulfest haben die Feiern zu 50 Jahren Gesamtschule Kamen begonnen. Aus dem ehemaligen „Versuchskaninchen“ ist längst eine selbstbewusste und anerkannte Schule geworden.

Kamen

, 20.09.2019, 14:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

36 Klassen machen 36 Angebote, Eltern bereiten ein internationales Fingerfood-Buffet vor – das Schulfest zum 50. Jubiläum der Gesamtschule Kamen hat gezeigt, wie vielfältig die Bildungseinrichtung ist.

Mit einem neuen Motto zeigt die Schule ihr Selbstbewusstsein. Aus „Gesamtschule Kamen – Eine Schule für alle“ wird nun „Gesamtschule Kamen – DIE starke Schule für alle“, erklärt Schulleiter Frank Stewen im Vorwort der Festschrift zum Jubiläum.

Nach dem Schulfest am Freitag folgt am Samstag, 21. September, zunächst um 18 Uhr die Jubiläumsgala in der Sporthalle. „Die Resonanz ist riesig. Wir haben schon mehr als 300 Anmeldungen“, freut sich der stellvertretende Schulleiter Klaus Dieter Grosch. Für die anschließende Jubiläumsparty (ab 20.30 Uhr) gibt es Tickets für 10 Euro voraussichtlich auch noch an der Abendkasse.

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Grosch kennt einen Großteil der Gesamtschul-Historie. 1988 kam er zu der Schule, die 1969 an den Start gegangenen war. Der stellvertretende Schulleiter kennt aber auch die Zeit davor. Und die war äußerst wechselhaft.

Beim Start war die Kamener Schule eine der ersten sieben Gesamtschulen, die in NRW gegründet wurden. Im Kreis Unna zählte auch die Gesamtschule Fröndenberg zu den Pionieren. „Der Zulauf war riesig, die Euphorie groß“, weiß Grosch. Und dennoch sollte die Schule in ihrer ursprünglichen Form nicht lange bestehen. 1973 erfolgte die Teilung in die Carlo-Schmid-Schule und in die Hermann-Ehlers-Schule.

Ein neues Motto zum 50. Geburtstag der Gesamtschule Kamen

Ein Volltreffer war das Schulfest auf jeden Fall. Hier wird die Geschwindigkeit beim Torschuss gemessen. © Marcel Drawe

„An der Gesamtschule wurde immer wieder experimentiert. Ich weiß, dass einige Kollegen sogar in der Schule übernachtet haben, weil sie so lange an Lehrplänen geschrieben haben. Es gab ja nichts“, erzählt Grosch, der 1988 an die Hermann-Ehlers-Schule kam.

Der stellvertretende Schulleiter weiß, dass die Gesamtschulen immer gegen ein schlechtes Image kämpfen mussten – auch in Kamen. Deutlichstes Signal: Die CDU in Kamen machte sich stets für die Errichtung einer Realschule stark. Dass relativ viele Kamener Kinder zu den Realschulen in Bergkamen gingen, war der Partei ein Dorn im Auge.

Im Jahr 2000 gab es dann den Ratsbeschluss, der die Schullandschaft in Kamen zumindest in der Sekundarstufe komplett umkrempelte. Neben einer Realschule wurde auch die Errichtung einer Hauptschule beschlossen – und die beiden Gesamtschulen sollten wieder zu einer verschmelzen.

„Das war damals nicht einfach“, erinnert sich Grosch. Es habe lebhafte Diskussionen in den Kollegien gegeben. Einige Lehrkräfte verließen die Schule, neue kamen hinzu. Längst haben sich die Gemüter wieder beruhigt. Das liegt auch daran, dass allein in den letzten zehn Jahren 90 Prozent des Kollegiums ausgetauscht wurden. Das hat zu einer enormen Verjüngung geführt – „mit allen Vor- und Nachteilen, die so etwas hat“, sagt Grosch.

Ein neues Motto zum 50. Geburtstag der Gesamtschule Kamen

Bei der Blindverkostung war ein gutes Zungengefühl gefragt. © Marcel Drawe

Der Pädagoge betont, dass Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschule Kamen mehr mitnehmen können, als nur Wissen. Es gibt vielfältigen Unterricht, etwa auch Spanisch als Fremdsprache. In unterschiedlichsten Arbeitsgemeinschaften werden auch tolle Fahrten angeboten. Grosch nennt beispielhaft die Kanu-AG und die Kletter-AG. Zudem gibt es einen regen Austausch mit Kamens israelischer Partnerstadt Eilat und jährlich eine Fahrt nach Madrid. Erfahrungen, die die Jugendlichen sicher nie vergessen.

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