Ein Melodienreigen durch die Welt: Klangvolle Haltepunkte mit Mandolinen

dzKonzerte in Kamen

Die Mandolinen lassen Melodien aus aller Welt erklingen – von Karibik-Rhythmen wie „Paramaribo“ über Melodie-Romantik wie „Sounds of Silence“ bis hin zu „Czardas“ von Monti.

von Jana Bornemann

Kamen

, 11.03.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Karibische Rhythmen wie Paramaribo, ruhige Melodien wie „Sounds of Silence“ und „Czardas“ von Monti: Die Mandolinen- und Gitarrenvereinigung Kamen-Heeren entführte die Zuhörer jetzt im Lutherzentrum auf eine Weltreise. Das Orchester unter Leitung des Dirigenten Thorsten Jaschkowitz stoppte bei dieser weltumspannenden Reise an vielen klangvollen Haltepunkten. Titel des Konzerts: „Gern gespielt - gern gehört“.

Moderiert wurde das Konzert vom Gitarristen Markus Lente, welcher zu jedem Stück eine Geschichte erzählte.

Das Orchester wurde bei einigen Musikstücken virtuos von Flöten-Solisten unterstützt. So auch bei dem südamerikanischen Musikstück „Paramaribo“. Paramaribo ist die Hauptstadt von Surinam. Sie ist bekannt für die aus Holz errichteten niederländischen Kolonialgebäude im Zentrum. Die Solisten verzauberten die zahlreichen Zuhörer sichtlich und ließen sie dabei wohl vom nächsten Urlaub in der Ferne träumen.

Ein kleiner Verein mit großer Tradition

Die Mandolinen- und Gitarrenvereinigung wurde 1924 gegründet und existiert seit fast 100 Jahren. Das Orchester, welches aus über 20 Musikern besteht, steht seit 2013 unter der Leitung von Thorsten Jaschkowitz. Dieser ist im Übrigen der erste Dirigent, der nicht aus dem Verein hervorgegangen ist.

„Wollen uns in Heeren ins Gedächtnis zu rufen“

„Durch die Konzerte möchten wir zeigen, was wir können. Und beim Musizieren unsere gute Laune auf die Zuhörer übertragen", sagte Markus Lente. Die Zuhörer sollten, so das Ziel, das Konzert mit einem Lächeln verlassen – und das gelang auf virtuose Art und Weise. „Es geht außerdem darum, dass wir uns den Bewohnern aus Kamen-Heeren ins Gedächtnis rufen und zeigen, dass wir noch aktiv dabei sind", fügte Lente hinzu. Er spielt seit 1981 Gitarre und ist 1984 dem Orchester beigetreten.

Für ihn ist das Orchester ein Ausgleich zum Arbeitsalltag. „Für mich stellt die Probe einen Abschluss der stressigen Arbeitswoche dar. Wenn ich Freitagabend bei der Probe bin, kann ich abschalten und einfach nur spielen", so der Musiker.

Nachwuchsmusiker sind immer willkommen

Auch wenn bei der Mandolinen- und Gitarrenvereinigung zurzeit alle Stimmen gut besetzt sind, freuen sich die Musiker immer über Nachwuchs.

Das Alter und die Erfahrung spielt dabei keine Rolle, stattdessen steht der Spaß am Musizieren im Mittelpunkt.

Interessierte haben jederzeit die Möglichkeit, bei einer Probe dabei zu sein – egal ob mit oder ohne Instrument. Die wöchentliche Probe findet freitagsabends in der Zeit von 19 bis 21.30 Uhr im Lutherzentum an der Mittelstraße statt. „Vorbeischauen lohnt sich!“, werben die Musiker.

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