Vor allen Senioren sollen profitieren, wenn der Luisenpark ab kommendem Jahr neugestaltet wird. Das Bauministerium berücksichtigt das Projekt im aktuellen Städtebauförderprogramm.

Kamen

, 05.11.2018, 17:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Luisenpark steht unmittelbar vor der Umgestaltung. Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, geführt durch die Kamener CDU-Politikerin Ina Scharrenbach, hat weitere Projekte in das Städtebauförderprogramm aufgenommen – darunter die Luisenpark-Gestaltung ab kommendem Jahr. Ein weiterer Schritt für eine schönere Gestaltung des Ortsteils ist getan.

„Mit der Umsetzung kann begonnen werden, sobald der Bewilligungsbescheid bei der Stadt Kamen eingegangen ist“, so heißt in einer Mitteilungsvorlage, die am Montagabend auf der Tagesordnung im Planungs- und Straßenverkehrsausschuss stand. Eigentlich war der Startschuss für dieses Projekt schon in diesem Jahr geplant. Die Städtebaufördermittel des Landes waren aber ausgeschöpft.

Ein kleiner Park für alle Generationen

Ideenwerkstatt im Luisenpark. Ein Hundeplatz mit 20 Nennungen lag in der Gunst der Bürger ganz weit vorn.

Wichtige Verbindung

Der Luisenpark, der eine wichtige Fußwegeverbindung zwischen dem Nebenzentrum und den südlichen Bereichen des Ortsteils darstellt, könnte nach Vorstellungen der Stadtplaner in eine kleine Fitness-Oase für Senioren verwandelt werden – nach dem Vorbild des Sesekeparks, wo ein sogenanntes „Mehrgenerationenband“ mit unterschiedlichen Fitness-Geräten Spiel und Bewegung ermöglicht. Auch ein Bouleplatz könnte gebaut werden. 250.000 Euro hat die Stadtverwaltung dafür veranschlagt.

Ein kleiner Park für alle Generationen

•Der Luisenpark in Heeren-Werve soll schöner gemacht werden. © Plan Lokal

Tunnelrutsche, Hundeplatz

Es gibt zahlreiche weitere Ideen, wie man den Luisenpark gestalten kann. Festgehalten wurde sie in einer Ideenwerkstatt, die im Mai dieses Jahres für ein Wochenende geöffnet war. Die Vorschläge reichten vom Piratenschiff mit Tunnelrutsche über einen Kleinkinderspielplatz und mehr Sitzgelegenheiten für ältere Bürger bis zum Hundeplatz. Gewünscht wurde auch ein Rundweg, beispielsweise über die Länge einer Stadionrunde von 400 Metern. Sie wäre für Jogger attraktiv und würde dem Luisenpark so zusätzlichen Reiz verleihen.

Immer im Blick bei allen Plänen: Die Idee, einen Park für alle Generationen zu verwirklichen. Weitere Zielstellung: Den Park so zu gestalten, dass er nicht nur einen Durchgang bildet, sondern dass er so viel Aufenthaltsqualität ausstrahlt, um zum längeren Verweilen anzuregen. Das könnte mit Bänken und einer Sitzgruppe ermöglicht werden. Dass etwas für Senioren getan wird, das steht auf jeden Fall fest: Denn die Neugestaltung wird in Zusammenhang mit dem Seniorenwohnbauprojekt des Bauvereins zu Lünen gesehen, der auf dem benachbarten Festplatz altersgerechte Wohnungen und ein Pflegeheim errichtet.

Der Startschuss für die Umgestaltung des Luisenparks war genau vor einem Jahr im Monat November gefallen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadtverwaltung Finanzmittel bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt.

Ein kleiner Park für alle Generationen

Ein Mehrgenerationenspielplatz wie hier im Sesekepark könnte auch den Luisenpark bereichern. © Marcel Drawe

„Guten Tag, Heeren-Werve!“

Das Stadtteilprojekt, das den umständlichen Titel „Integriertes Handlungskonzept Heeren-Werve“ trägt, ist seit 9. September vorigen Jahres mit dem Stadtteilbüro an der Mittelstraße auch räumlich verankert.

Quartiersmanagerin Stefanie Haake sammelt dort zum Beispiel Ideen für kleinere Verschönerungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, die mit Mitteln aus dem sogenannten Verfügungsfonds realisiert werden können. Von den 121.500 Euro, die binnen drei Jahren abrufbar sind, hat die Bezirksregierung zunächst 97.000 Euro bewilligt. Zurzeit sieht es danach aus, als würden die Mittel nur partiell nachgefragt.

Haake ist Diplom-Ingenieurin für Raumplanung und Stadtplanerin beim Dortmunder Büro „plan-lokal“, das für die Stadtverwaltung seit 2014 die Stadtteilentwicklung in Kamens Osten betreibt. Seitdem ist sie immer wieder vor Ort, um die Problemzonen des Stadtteils zu begutachten. Ihre Sprechstunde ist mittwochs jeweils zwischen 10 und 13 Uhr. Auf der mit vielen Details versehenen Internetseite „www.stadtteilprojekt-heeren-werve.de“ werden die Besucher mit „Guten Tag Heeren-Werve!“ begrüßt.

  • Weitere Maßnahmen sind die Umgestaltung des Nebenzentrums und die Attraktivierung der Hans-Böckler-Siedlung.
  • Für das Programmjahr 2019 hat die Stadt Kamen ein weiteres Vorhaben angemeldet: Das sogenannte Grüne Klassenzimmer im Heerener Holz für Umweltprojekte für Kinder. Der Spielplatz an der Rosenstraße könnte Ausgangs- und Zielpunkt von Expeditionen in das Heerener Holz werden.
  • Außerdem auf der Liste: Die Umgestaltung des Spielplatzes an der Bergstraße und der kleine Park an der Käthe-Kollwitz-Schule, der künftig für Angebote der Volkshochschule Kamen-Bönen genutzt werden soll.
  • Das Stadtteil-Gesamtpaket hat ein Volumen von 4,3 Millionen Euro.
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