Kräfte des Bauhofs halfen in den vergangenen Jahren beim Pflanzen der jungen Bäume. Das Pflanzfest im Bürgerwald soll auch in diesem Jahr stattfinden. Damit ist es eine der wenigen Veranstaltungen, die corona-bedingt nicht ausfallen. © Marcel Drawe
Sitzbank neu aufgestellt

Ein Fest, das garantiert nicht ausfallen wird: Das Pflanzfest im Bürgerwald

Nach dem vierten Pflanzfest dürfte mit 200 von 400 Bäumen die Hälfte von Kamens neuem Bürgerwald stehen. Das Fest soll auch in Corona-Zeiten stattfinden. Zwölf Bestellungen gibt es jetzt schon.

Der Südkamener Bürgerwald wächst auch in Corona-Zeiten. Das Pflanzfest, das am Samstag, 7. November, stattfinden soll, ist eine der wenigen Veranstaltungen, die nicht der Virus-Krise zum Opfer fällt.

„Die Veranstaltung ist unter freiem Himmel, die Abstände zwischen den Bäumen sind groß“, begründet Stadtsprecher Rüdiger Büscher. „Dass es ein Rahmenprogramm mit Musik, Glühwein-Ausschank und Würstchen-Verkauf geben wird, das ist eher unwahrscheinlich.“

Das Konzept für die Veranstaltung ist zurzeit in Arbeit. Der junge Wald wird seit drei Jahren auf einer Fläche südlich des Friedhofs Südkamen aufgeforstet.

Bisher 173 Bäume bei drei Pflanzfesten

Bisher gibt es zwölf Baum-Bestellungen für das nunmehr vierte Pflanzfest auf der 11.000 Quadratmeter großen Fläche. Das ist zwar vergleichsweise wenig mit Blick auf die vergangenen Jahre, doch der Termin ist ja noch einige Monate entfernt. Die Frist zur Abgabe für Bestellungen läuft bis zum 1. Oktober. Infos gibt es auf der Seite der Stadt Kamen unter dem Reiter „Unsere Stadt“, „Bürgerwald“.

Bei der Premiere im Jahr 2017 sind 70 Bäume gepflanzt worden, 2018 waren es 50 und im vergangenen Jahr 52. Damit stehen dort jetzt 172 Bäume, die bestimmten Personen gewidmet sein können oder Ereignissen wie Geburt, Taufe und Hochzeit. Etwa 400 Bäume können gesetzt werden – mit dem vierten Pflanzfest dürfte etwas mehr als die Hälfte der Fläche dann bepflanzt sein.

Wieder sechs Baumarten zur Auswahl

Zur Auswahl stehen sechs Baumarten, neu darunter ist die Winterlinde. „Wir wechseln immer mal wieder die Arten, um am Ende auch einen ausgewogenen Mischwald zu haben“, begründet Büscher. Weiter zur Auswahl stehen Bergahorn und Rotbuche für den Kernbereich (jeweils 150 Euro) und Feldahorn, Eberesche und Schwarzerle für den Saumbereich. Die Baumpaten erhalten eine Plakette mit entsprechender Inschrift. Der eigentliche Baum geht nach der Pflanzung in das Eigentum der Stadt Kamen über.

Neue Sitzbank und ein Wassertank fürs Gießen

Neu auf der Fläche ist eine Sitzbank, auf der nun Besucher des Bürgerwaldes ein wenig verweilen, wenn sie nach getaner Arbeit ein wenig ausruhen möchten. Finanziert wurde er aus Mitteln des sogenannten Bürgerhaushalts. Büscher: „Ein weiterer Bürgerwunsch, nämlich die Errichtung einer zusätzlichen Wasserstelle im Bereich des Bürgerwalds konnte technisch nicht direkt umgesetzt werden.“ Als Alternative habe die Stadt Kamen dort nun einen großen Wassertank errichtet, der regelmäßig per Tankwagen aufgefüllt wird und den Besuchern die Wasserversorgung der Bäume in den trockenen Sommermonaten erleichtert.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke
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