Das neue Kombibad ist bis ins Detail durchgeplant und wirkt modern, einladend und freundlich. Der Besucher muss sich vor dem Eintritt entscheiden, ob er ins Freibad oder Hallenbad möchte.

Kamen

, 07.11.2018, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer möchte, der kann das neue Kamener Schwimmbad bereits betreten. Nicht richtig natürlich, weil es noch nicht gebaut wurde. Aber er kann es trotzdem besichtigen. Nämlich virtuell.

Der 3D-Rundgang, der ab Mittwochmorgen über die Internetseite der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen (GSW) abrufbar ist, zeigt alle Einzelheiten der neuen Planung. Der Besucher jenes Kombibades, das Frei- und Hallenbad vereint, wandert durch den Eingangsbereich mit Kasse, kleinem Shop und Cafeteria und erreicht die Becken, in denen es rauscht und sprudelt.

Am Montag stellten die GSW und die Stadt Kamen jene Planung vor, nach der das Bad gebaut werden könnte. Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu. Im Frühjahr kommenden Jahres könnte die Entscheidung fallen. Ende 2021, Anfang 2022 könnte man dann vielleicht die ersten Tickets lösen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sehen die Pläne für das Kamener Kombibad aus

Das Architekturbüro Geising & Böker hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für ein ganzjähriges nutzbares "Kombibad" in Kamen vorgelegt.
07.11.2018
/
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Vorgesehener Standort für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen ist das Gelände des heutigen Freibads Kamen.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Technische Daten des Neubaus: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW
Gegenüber einem früheren Grobentwurf des Gutachterbüros GMF ist Grundfläche der aktuellen Planung größer geworden. © Geising & Böker/GSW
Der Vergleich der bisherigen Grobplanung und des jetzt vorgelegten Entwurfs. Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Aktuelle Kostenschätzungen: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW

Höhere Kostenprognose

Die bisher prognostizierten Ausgaben für das neue Bad sind bei der neuen Kostenschätzung satt angestiegen. Statt bisher prognostizierter 17,6 Millionen Euro beläuft sich die aktuelle Schätzung auf 21,5 Millionen Euro. Rechnet man eine Art Inflationsaufschlag von zehn Prozent ein, weil der Baustart vermutlich erst im Jahr 2020 erfolgt, könnten die tatsächlichen Kosten bei 23,6 Millionen Euro liegen. „Und dennoch bauen wir ein Bad ohne Schnickschnack, wie man im Ruhrpott sagen würde“, sagt Bürgermeisterin Elke Kappen, die auf eine Planung verweist, die einerseits zweckmäßig für den Vereins- und Schulsport sei, andererseits die notwendige Attraktivität für den Freizeitschwimmer habe.

Die Steigerung der bisherigen Kostenprognose, so rechnet GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl vor, sei mehreren Faktoren geschuldet. In der bisherigen Studie der Bäder-Beratungs-Firma GMF, auf der die Bäder-Planung beruhte, seien nicht alle notwendigen Details berücksichtigt und eingepreist worden. Dabei handelt es sich um folgende Punkte:

- Die Erweiterung des Sportbeckens im Hallenbad von fünf auf sechs Bahnen.

- Der Neubau des Freibad-Umkleide-Bereichs.

- Der Abbruch des Sporthotels „Am Schwimmbad“, wo 36 Parkplätze entstehen sollen.

- Die Berücksichtigung angemessener gastronomischer Angebote. Statt einer „Automatengastronomie“ ist eine „Stiefel-, Bad- und Freibadgastronomie“ geplant, bei der es über eine kleine Küche Pommes, Eis und Cola gibt.

- Statt einem Geräteraum für Vereine und Schulen vier.

- Statt einem Putzmittelraum fünf.

- Und statt bisher einem rollstuhlgerechten WC drei.

Virtueller Rundgang durch das neue Schwimmbad

Projekt ist gewachsen

Das Bäderprojekt ist seit der Vorstellung der letzten Planung im Frühjahr 2017 somit deutlich gewachsen. Erkennbar ist das auch an der sogenannten Bruttogrundrissfläche des Bades, die nun nicht mehr 3220 Quadratmeter umfasst, sondern 4953 Quadratmeter – eine Steigerung, die vor allem durch den neuen Parkplatzbereich entstanden ist. Doch die Zahlen sind im Verhältnis zu sehen, wie Jochen Baudrexl sagt. Schließlich soll die Zusammenlegung von Freibad und Hallenbad auch Synergieeffekte bringen, zumal auch die Stadtteilbäder mittelfristig geschlossen werden. Demnach ergibt sich durch die Zentralisierung eine Verringerung der Wasserfläche um 1523 Quadratmeter auf 2092 Quadratmeter. Und die Grundfläche, siehe oben, sinkt von 8528 Quadratmeter auf besagte 4953. Etwas, das sich in den Betriebskosten widerspiegeln wird. Diese sinken jährlich von ca. 1,2 Mio. Euro auf etwa eine Mio. Euro.

Jetzt lesen

Baudrexl rechnet damit, dass das Kombibad künftig etwa 170.000 Besucher jährlich anziehen wird, davon 34.000 durch das Freibad und 136.000 durch das Hallenbad. Dabei liegt die Prognose für das neue Hallenbad doppelt so hoch wie die aktuellen Besucherzahlen im jetzigen Hallenbad an der Gutenbergstraße. „Unsere Erfahrung in Bönen hat gezeigt, dass so ein neues Bad deutlich stärker nachgefragt ist.“

Ein Bad „ohne Schnickschnack“, das teurer wird als erwartet (mit Video)

Bürgermeisterin Elke Kappen, GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl: Sie stellten am Dienstag die Neubaupläne für das Kamener Kombibad vor. „Wenn ich einen Wunsch hätte, dann würde ich es Sesekebad nennen“, so der Stadtwerke-Chef. © Marcel Drawe

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Alkohol und Amphetamin

Aus Liebeskummer: 25-Jähriger greift unter Drogen zwei Polizistinnen an

Hellweger Anzeiger Bergkamener und Töddinghauser Straße

An der Sperrung vorbei über Busumleitung oder Fräskanten: Erste Baustellen-Rowdys ertappt

Meistgelesen