„Eigentlich ist es bekloppt“: Kai Täuber (44) macht laufend Urlaub

Redakteur
Kai Täuber startete am Deutschen Ecke, wo Rhein und Mosel zusammen fließen, zu seiner zwölften Etappe. © Privat
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Nach Kraftanstrengungen der Vortage nun Etappe 12 mit „nur“ 70 Kilometer. „Das ist wie Urlaub mit Laufen“, so Kai Täuber (44), der auf Sylt gestartet ist und 1380 Kilometer bis zur Zugspitze laufen will. „Aber eigentlich ist es bekloppt – 70 Kilometer laufen und das ganz entspannt“, sagt er grinsend über den Widerspruch. Zuvor aber hatte der Monster-Lauf schon einige Kräfte gefordert. Mittlerweile geht es schon fast in den Endspurt. Täuber nähert sich der 1000 Kilometer-Marke. Nachdem er nun in Koblenz am Deutschen Eck startete, dort, wo Rhein und Mosel zusammen fließen, erreichte er am späten Nachmittag die Stadt Bingen. Der Ultraläufer informiert über seine Etappen über seinen Youtube-Kanal, der unter dem Stichwort „Teacher runs“ erreichbar ist.

Erste Spenden für Dortmunder Verein sind eingegangen

Immer geradeaus am Rhein entlang, natürlich immer im Laufschritt. „Das ist eigentlich sehr beruhigend“, so Täuber. Er achtet zurzeit sehr darauf, dass er sich bei der Hitze nicht überanstrengt. „Lieber nichts riskieren“, sagt er. „Lieber langsam laufen statt einen Hitzekollaps zu kriegen und dann schlimmstenfalls vorzeitig nach Hause.“

Einige Spenden, die sein Lauf erbringen soll, sind bereits eingegangen, freut er sich. Täuber sammelt Spenden für den Dortmunder Verein Tabu e.V., der Mädchen vor Genitalverstümmelung schützt. Wer dafür spenden möchte, kann dies weiter unter dem Stichwort „Deutschlandlauf 2022“ tun. Das Spendenkonto lautet Tabu e.V Dortmund, DE 73 4405 0199 0211 0141 64.

Kai Täuber aus Dortmund, Lehrer an der Hauptschule Kamen, will in 20 Tagen 1380 Kilometer von Sylt bis auf die Zugspitze laufen. In loser Folge berichten wir über seine Erlebnisse.