Durchs Geschäftsviertel in Heeren geht es jetzt im Gänsemarsch

dzBaustellen-Parcours

Zu Besuch auf der Baustelle für die Neue Mitte in Heeren-Werve: Die meisten Fußgänger kommen trotz Absperrungen gut zu den Geschäften. Im Baustellen-Parcours gibt es aber eine heikle Stelle.

Kamen, Heeren-Werve

, 02.10.2019, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bauarbeiten für die neue Ortsmitte in Heeren-Werve sind im vollen Gang. Doch wie gut sind die Geschäfte während der Bauarbeiten erreichbar, und wie gut kommen Fußgänger um die abgesperrte Platzmitte herum? Die Stadt Kamen hat versprochen, dass der Zugang erhalten bleibt.

Am Mittwochmorgen soll sich zeigen, ob die provisorische Regelung gut funktioniert. Es herrscht reger Betrieb an der Märkischen Straße, dem Mittelpunkt des Geschäftslebens mit Sparkasse und Volksbank, Arztpraxen und Geschäften. Alles konzentriert sich jetzt auf einen mehr oder weniger breiten Gang die Ladenfronten entlang, der auf der Nordseite der abgesperrten Platzmitte als Zugang zu den Geschäften geblieben ist.

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Die Heerener Ortsmitte wird umgebaut

Die Rückmeldungen aus den Läden sind unterschiedlich. In der Bäckerei Brand heißt es, dass die Ortsmitte jetzt schlechter mit dem Auto erreichbar sei und man das spüre. Die Märkische Straße ist baustellenbedingt jetzt eine Einbahnstraße. Eine Vollsperrung wird so vermieden. In der Volksbank seien keine Auswirkungen der Baustelle auf den Kundenverkehr bemerkbar, heißt es.

Viele Senioren mit Rollator unterwegs

Erstaunlich, wie viele Menschen mit Rollator unterwegs sind. Eine Seniorin kommt mit der Gehhilfe aus der Sparkasse heraus. Mit dem Rollator sei sie trotz ihrer fast 90 Jahre gut durchgekommen. „Ich habe mich nur gefragt, ob ich da oder dort lang muss“, sagt sie. Schilder mit roten Pfeilen und der Aufschrift „Zugang zu Geschäften und Banken“ weisen den Weg.

Auch ein Mann im Rollstuhl hat im Ortskern zu tun. Er will ein Rezept beim Arzt abholen. Der Weg dorthin führte ihn über eine geschotterte Stelle an der Einmündung des Sparkassenparkplatzes. Dort blieb er hängen und musste mehr Kraft aufwenden. „Wenn man nicht geübt ist, ist das hier nicht ungefährlich“, sagt er.

Durchs Geschäftsviertel in Heeren geht es jetzt im Gänsemarsch

Wie gut kommen Passanten durch die Baustelle in der Heerener Ortsmitte? Carsten Biernat bleibt an dieser Stelle hängen. © Borys Sarad

Einige Radler schieben ihre Fahrräder den Gang neben der Absperrung entlang. Da kommt eine andere Seniorin mit einem Rollator, und es wird beim Passieren eng. Man nimmt aufeinander Rücksicht. Angesprochen auf die Baustelle, reagieren nur wenige Passanten genervt. „Hier arbeitet ja keiner“, kritisiert ein Mann. Er hat sich aber von den still stehenden Baggern täuschen lassen. Die Bauarbeiter befinden sich gerade in der Frühstückspause.

Baustellensprechstunde ergibt zwei Kritikpunkte

Rund 100 Meter weiter im Stadtteilbüro an der Mittelstraße ist derweil die erste „Baustellen-Sprechstunde“ seit Beginn der Bauarbeiten Mitte September gestartet. Sie findet mittwochs in geraden Kalenderwochen von 9.30 bis 10.30 Uhr statt. Projektleiter Sebastian Schmücker und Stadtteilmanager Jakob Hamborn bekommen bei der Premiere zwei Verbesserungsvorschläge: Eine Grünfläche soll besser beleuchtet und die heikle Stelle für Rollstuhlfahrer entschärft werden. Dass Schmücker und Hamborn nicht die Bude eingerannt wurde, werten sie als gutes Zeichen.

Durchs Geschäftsviertel in Heeren geht es jetzt im Gänsemarsch

Die Stadt Kamen hat versprochen, dass der Zugang zu Geschäften frei bleibt. Nur die Platzmitte ist abgesperrt. © Borys Sarad

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