Durchnässte Räume an Kamener Realschule fallen schlimmstenfalls bis Schuljahresende aus

dzWasserschaden und die Folgen

Endlich Ferien - das sagen nicht nur die Schüler der Fridtjof-Nansen-Realschule. Die Zeit ohne Schulbetrieb kommt dem Schulträger gelegen, um gegen den massiven Wasserschaden vorzugehen.

Kamen

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Kamener Schüler und Lehrer verabschiedeten sich am Freitag in die Osterferien. In der Fridtjof-Nansen-Realschule wartet derweil einige Arbeit auf Handwerker: Räume in drei Geschossen sind durchnässt, nachdem unbekannte Täter am Abend des 4. April oder in der folgenden Nacht ein Eckventil in Raum 3105 aufgedreht hatten.

Vor dem Ferienstart trafen sich nun Schulleiter Peter Wehlack, Markus Höper vom Schulamt und weitere Teilnehmer, darunter Lehrer-Vertreter Martin Wiggermann, und besprachen das weitere Vorgehen. Noch am letzten Schultag sollte erneut ein Sachverständiger in die Schule kommen, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Bereit seit Dienstag ist bekannt, dass eine aufwändige Trocknung erforderlich ist, deren Kosten auf über 10.000 Euro geschätzt wurde, sowie wahrscheinlich eine Deckensanierung.

Der nun eingeschaltete Sachverständige wird ein Sanierungsgutachten erstellen, das in der Woche nach Ostern vorliegen soll. „Dieses Sanierungsgutachten legt fest, was konkret beschädigt ist, was gemacht werden muss und was noch weiter ermittelt werden muss“, erläuterte Stadtsprecher Peter Büttner. Am Ende der zweiten und letzten Ferienwoche werde ein Gespräch in der Schule stattfinden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dort solle geklärt werden, welche Räume für eine gewisse Zeit nicht nutzbar sein werden.

Nach derzeitigem Stand zeichnen sich längere Sanierungsarbeiten ab. „Es ist vorstellbar, dass Verwaltungstrakt und Lehrerzimmer eine gewisse Zeit nicht nutzbar sein werden“, sagte der Stadtsprecher. Diese Bereiche hatten das Wasser vor allem abbekommen. Nicht auszuschließen ist, dass auch die darunter liegende Pausenhalle und Betreuungsräume länger ausfallen. „Worst case wäre, dass das bis zum Ende des Schuljahrs ginge“, meint Büttner.

Bislang keine Hinweise auf Täter

Zugute kommt den Krisenmanagern, dass sich die Realschule mit der Gesamtschule einen Gebäudekomplex teilt, sodass genügend Ausweichräume zur Verfügung stehen dürften. Zur Entspannung trägt bei, dass für einige Schüler der Abschied naht. „Jetzt ist die Zeit, wo sich die Stundenpläne ausdünnen, weil die Abiturienten und Zehntklässler ihre Prüfungen haben“, so der Stadtsprecher.

Das Rätsel von Raum 3105, in dem Unbekannte am vorvorigen Donnerstagabend oder in der Nacht einen Wasserhahn aufgedreht hatten, bleibt weiterhin ungelöst. Die Polizei fand keine Einbruchspuren. Es gebe weiterhin keine Hinweise auf die Täter, sagte Polizeisprecherin Vera Howanietz am Freitag.

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