Dominic Raacke und die Niere: Das Thema „Organspende“ erreicht die Bühne

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Aktueller kann ein Thema auf der Theaterbühne nicht sein. Das Thema Organspende ist Mittelpunkt eines Stücks mit Dominic Raacke. Das Hellmig-Krankenhaus führt keine Transplantationen durch.

Kamen

, 17.01.2020, 12:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktueller kann ein Theaterstück nicht sein: Das Thema „Organspende“ steht am Samstagabend im Mittelpunkt des Theaterstücks „Die Niere“.

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags hatten am Donnerstag mehrheitlich gegen eine Widerspruchslösung und für eine moderate Organspende-Neuregelung gestimmt.

Auch auf der Bühne der Konzertaula spiegelt sich das Thema nun wider. Der als Berliner „Tatort-Hauptkommissar“ Till Ritter bekannte Schauspieler Dominic Raacke lotet das Für und Wider aus, als seine Ehefrau plötzlich ein Spenderorgan benötigt.

Karten für die Veranstaltung sind noch verfügbar, wie Ines Maruhn am Freitag aus dem Kulturamt meldete. Sie sind zum Preis von 15 bis 19 Euro eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich. 184 Tickets waren am Freitag noch verfügbar.

Dominic Raacke und die Niere: Das Thema „Organspende“ erreicht die Bühne

Kathrin braucht eine Spenderniere. Doch ist ihr Mann Arnold bereit, eine seiner Nieren zu geben? Er tut sich schwer. Der Freund des Hauses ist dazu bereit und es bricht nun ein regelrechter Hahnenkampf um die Organspende aus, bei dem alle Beteiligten Federn lassen müssen. © Stadt Kamen

Keine Transplantationen am örtlichen Hellmig-Kankenhaus

Transplantationen werden in den Häusern des Klinikums Westfalen, zu dem das Hellmig-Krankenhaus an der Nordstraße zählt, im Übrigen nicht vorgenommen. Sie sind spezialisierten Zentren vorbehalten, wie dem Transplantationszentrum im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum.

„Entnahmen von Organen wären zwar grundsätzlich am Hellmig-Krankenhaus fachlich denkbar“, führt Pressesprecher Klaus-Peter Wolter aus. Patienten, die die Voraussetzungen erfüllen könnten, würden dort aber nur sehr selten betreut. „Beispielsweise weil das Kamener Krankenhaus kein Traumazentrum für schwerst verletzte Unfallopfer ist“, so Wolter.

Daher habe es in den vergangenen drei Jahren solche Eingriffe nicht gegeben. „Da wir kein Transplantationszentrum sind, betreuen wir hier auch keine Patienten, die aktuell auf ein Spenderorgan warten.“

Debatte nach einer gemeinsamen Vorsorgeuntersuchung

Am Samstagabend wird zu dem Thema folgende Geschichte von der bekannten „Komödie am Kurfürstendamm“ in Szene gesetzt: Nach einer gemeinsamen Vorsorgeuntersuchung kommen Arnold, ein erfolgreicher Architekt, und seine Ehefrau Kathrin nach Hause. Er ist gesund, doch sie benötigt eine Spenderniere.

Was nun? Die beiden erwarten Besuch von ihren Freunden Diana und Götz, mit denen sie feiern wollen. Doch nun steht die Frage im Raum: Ist Arnold bereit, seiner Frau eine Niere zu spenden? Er zögert – umso mehr überrascht sein Freund Götz alle Beteiligten: Er hat die passende Blutgruppe und bietet sofort an, eine Niere für Kathrin zu spenden.

Nun bricht ein regelrechter Hahnenkampf um die Organspende aus, bei dem alle Beteiligten Federn lassen müssen.

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