„Dolce Vita“ im Haus der Stadtgeschichte

dzMuseumsweinfest

Das Museum im Haus der Stadtgeschichte feierte am Samstag das alljährliche Museumsweinfest. Neben der Dauerschau über die Geschichte Kamens gibt es auch interessante Sonderausstellungen.

von Annika Schulte

Kamen

, 01.09.2019, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer einmal die Geschichte Kamens erleben möchte, sollte dem Haus der Stadtgeschichte einen Besuch abstatten. In der dortigen Dauerausstellung finden sich zahlreiche Exponate aus verschiedenen Epochen.

Doch neben der Dauerausstellung gibt es auch viele weitere Veranstaltungen.

So feierte der Förderverein des 2002 eröffneten Museums am Samstag das Museumsweinfest. Der Name des Festes geht auf den Kamener Museumswein „Graf von der Mark“ zurück, in Anlehnung an die frühere Grafschaft Mark. Der Wein wird durch den Förderverein verkauft. „Alle Einnahmen gehen an den Förderverein und kommen so dem Museum zugute“, betont Robert Badermann, der Leiter des Hauses. Beim Museumsweinfest musizierte das Duo „Dolce Vita“ mit Cello und Harfe im Innenhof.

„Dolce Vita“ im Haus der Stadtgeschichte

Eberhard Lux schenkt den Museumswein aus, der dem Fest den Namen gibt. © Borys Sarad

Stadtmodell und Grubentelefon

Museumschef und Stadtarchivar Badermann ist froh darüber, in Kamen ein Museum zu haben, auch wenn die Dauerausstellung mit 125 Quadratmetern recht klein ist. Dafür sind die Ausstellungsräume im ehemaligen Amtsgericht bis auf den letzten Quadratmeter genutzt. Zum Beispiel gibt es Funde der einstigen germanischen Siedlung in Westick, dazu gehören Werkzeuge aus Metall, Tongefäße und Schmuckstücke. „Wir bekommen aber auch immer noch neue Exponate, die Sondengänger aufspüren, auch wenn zurzeit nicht mehr gezielt ausgegraben wird“, fügt Badermann hinzu.

Der nächste Raum gehört der jüngeren Geschichte der früheren Ackerbürgerstadt, die mit dem Bergbau groß wurde: Arbeitsgeräte und ein großer Webstuhl. Besonders hervor sticht eine detaillierte Modellnachbildung der Stadt Kamen im Jahr 1750, eingerahmt durch die Stadtmauer und die Seseke im Süden.

Auch einen kleinen, Stollen aus dem Bergbau gibt es – nachgebaut aus Originalteilen und mit einem funktionierenden Grubentelefon. „Der andere Hörer hängt ein paar Räume weiter, das finden die Kinder immer toll“, erzählt Badermann, denn auch Grundschulklassen und Kindergärten besuchen das Museum. Der Eintritt ins Museum ist frei.

Neue Ausstellung „Von Nebenan“

Neben der Dauerausstellung gibt es allerdings auch wechselnde Ausstellungen, wie die zurzeit gezeigte Polizeimützensammlung aus unterschiedlichen Zeiten.

Außerdem wird eine Sonderausstellung der Bergkamener Kunstwerkstatt Sohle 1 unter dem Titel „Von Nebenan“ für vier Wochen zu sehen sein. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 5. September, 19.30 Uhr.

„Im Oktober wird es dann eine Ausstellung über Flüchtlinge und Migration von der Organisation Pro Mensch Kamen geben", erzählt Robert Badermann. Weitere Projekte seien in Planung.

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