Digitalisierung an der Kamener Gesamtschule schreitet voran

dzTag der offenen Tür

Beim Tag der offenen Tür zeigt die Gesamtschule Kamen einen selbst gebauten Computer. Das Unterrichtsprojekt ist aber nicht die Lösung für die erwartete weitere Digitalisierung der Schule.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 09.12.2018, 10:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am dritten Wochenende in Folge öffnet eine der weiterführenden Schulen in Kamen ihre Pforten für hunderte Besucher. Diesmal sind es die Schüler der Gesamtschule Kamen, die zu einer Sonderschicht antreten.

Es ist nur eine kleine Holzkiste, doch der „Spielcomputer“ am Stand des Wahlpflichtfachs „Arbeitslehre/ Technik“ hat es in sich. Eine Reihe Kontakte führen bis ins Ziel, ein bis drei Schritte darf der Spieler machen, der Computer danach ebenfalls. Wer so als erster das Ziel erreicht, hat gewonnen.

„Da sind keine Chips oder Prozessoren drin“, versichert die 14-jährige Chantal, die gemeinsam mit der anderen Chantal und Isabel die Station bewacht. „Das funktioniert über eine einfache Schaltung.“ Ab der sechsten Klasse können die Schüler das Fach wählen, zu Beginn sind die Projekte aber noch deutlich einfacher. „Das ist schon was für Fortgeschrittene“, berichtet die Schülerin. „Wir fangen mit kleinen Projekten an, einem Mühle-Spiel oder Solitär.“

Digitalisierung an der Kamener Gesamtschule schreitet voran

Die Gesamtschule Kamen verfügt über eine „Nagetier“-AG. © Stefan Milk

Der Stand des Wahlpflichtfachs ist nur einer von vielen, spannenden Stationen. Ein wichtiges Thema ist an diesem Tag die Digitalisierung der Schule. Die schreite immer weiter voran. „Wir haben mittlerweile eine gute WLAN-Abdeckung und mehrere Active Boards“, berichtet Schulleiter Frank Stewen und meint damit interaktive Tafeln. Die Digitalisierungspläne reichen viel weiter, scheitern aber bisher an der Finanzierung. „Es ist noch nicht klar, ob das Land oder der Bund für solche Projekte aufkommen sollen und wie genau das geschieht“, kommentiert Stewen die Verzögerungen beim sogenannte Digitalpakt. Wichtig ist ihm, dass Dinge wie Bücher nicht grundsätzlich einfach ersetzt werden. Das Angebot soll ausgebaut und ergänzt werden.

Im englischen Pub „Very British“ geht es analog zu. Die Schüler können hier die Mittagspause verbringen, einzige Vorgabe: Jeder muss Englisch sprechen. Auch die anderen Fremdsprachenangebote haben sich am Tag der offenen Tür im Pub vereinigt, Informationen und Bastelangebot gehen Hand in Hand. Xenia und Jean basteln gerade Lesezeichen aus Papyrus. Nicht für sich selbst, sondern für ihre Geschwister. Denn wenn sie schon am Samstag in die Schule müssen, dann sollen zumindest die Geschwister etwas davon haben.

Digitalisierung an der Kamener Gesamtschule schreitet voran

Viertklässler aus den Grundschulen konnten sich beim Tag der offenen Tür ein Bild vom naturwissenschaftlichen Unterricht an der Gesamtschule Kamen machen. © Stefan Milk

Digitalisierung an der Kamener Gesamtschule schreitet voran

Die elfjährige Melis erklärt dem zehnjährigen Robin und dessen Vater Nils Lauer, was sie im Biologie-Untericht über die Anatomie des Menschen gelernt hat. © Stefan Milk

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