Apotheker Dennis Nigge bereitet sich darauf vor, Impfpässe zu digitalisieren. Ab Montag soll die Technik startklar sein. © Stefan Milk

Digitaler Impfpass: Apotheken sind bereit und haben wichtige Tipps

Die Apotheken in Kamen bereiten sich auf die Ausstellung der digitalen Impfpässe vor. Zurzeit wird die Technik eingerichtet, damit das Angebot ab Montag zu nutzen ist.

Seit Donnerstagmorgen klingeln die Telefone in den Apotheken Sturm. Mit der Einführung des Digitalen Impfpasses ab Montag, 14. Juni, ist unter den Bürgern der Beratungsbedarf enorm, wie auch in Kamens Apotheken festzustellen ist. „Wenn der erste Anruf am Morgen schon zu diesem Thema kommt, dann weiß man schon, was als nächstes passieren wird“, sagt am Donnerstag Apotheker Kevin Peters von der Westentor-Apotheke an der Weststraße 64.

Er kann auf alle besorgten Fragen, ob die Digitalisierung der Impf-Daten ab Montag möglich ist, die beruhigende Antwort geben. „Ja, das wird möglich sein. Aber man muss ja nicht gleich am Montag kommen. Der normale Impfpass behält ja seine Gültigkeit.“

Kevin Peters, Apotheker der Westentor-Apotheke, bietet nicht nur Schnelltests an, wie hier im Ev. Gemeindehaus. Ab Montag gibt es beim auch den Digitalen Impfpass.
Kevin Peters, Apotheker der Westentor-Apotheke, bietet nicht nur Schnelltests an, wie hier im Ev. Gemeindehaus. Ab Montag gibt es beim auch den Digitalen Impfpass. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Apotheker auf erhöhte Nachfrage vorbereitet

Das sagt Peters deswegen, weil er einem Ansturm der Geimpften vorbeugen möchte. Trotzdem bereitet er sich auf die erhöhte Nachfrage vor. „Wir machen das natürlich gerne, um in der Pandemie zu helfen.“ Die Vorbereitungszeit, so Peters, sei indes extrem kurz gewesen. „Aber das war ähnlich beim Aufbau der Schnelltestzentren. Flexibilität ist bekanntlich das Wort des Jahres.“

Nun werde die Technik eingerichtet und die Ausstellung der Impfpässe mit dem Team eingeübt. Wer den Impfpass, den sogenannten CovPas haben möchte, muss Personalausweis und Impfpass bzw. die Impfbescheinigung mitbringen. „Dann werden die Daten bei uns in den Computer eingegeben, an das RKI geschickt, wo sie abgeglichen werden. Dann erhalten wir einen QR-Code, den wir an Geimpfte übermitteln können.“

Technik wird unter Hochdruck eingerichtet

Auch in der Barbara-Apotheke arbeitet das Team seit Mittwoch unter Hochdruck daran, um die Technik am nächsten Montag startklar zu haben. „Der technische Hintergrund wird gerade erst fertig“, so Apotheker Dennis Nigge. „Aber wir ziehen das durch. Vielleicht läuft es dann noch ein, zwei Tage stockend. Aber wir nehmen die Herausforderung an.“ Es gebe schon jetzt zahlreiche Anfragen. „Ja, es ist extrem viel los.“ Auch er hat die Hoffnung, dass vielleicht nicht gleich jeder am ersten Tag kommt, um seine Daten zu digitalisieren.

Apotheker-Tipp für den Impfpass-Alltag

Ihm ist wichtig, dass auch Senioren, die vielleicht kein Handy haben, Zugriff auf das Digital-Angebot haben, auch wenn es dann wieder eher analog ist: „Wir wollen anbieten, dass der QR-Code auf Wunsch ausgedruckt werden kann. Wer kein Handy hat, kann dann den Ausdruck verwenden.“

Ein Tipp, der auch für alle anderen gilt: „Ein Handy geht auch mal kaputt oder der Akku ist leer. Was ist dann, wenn ich den Impfpass nur digital habe?“

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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