Die Züge rollen wieder Schaden an der Weiche ruckzuck behoben

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Vorsicht Weiche! Juri Wirth zeigt auf die Stelle, wo in der Weiche die Weichenheizung verbaut ist. Damit entfällt lästiges Schneeschippen im Winter.
Vorsicht Weiche! Juri Wirth zeigt auf die Stelle, wo in der Weiche die Weichenheizung verbaut ist. Damit entfällt lästiges Schneeschippen im Winter. © Carsten Janecke
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Nach massiven Störungen im Bahnverkehr zwischen Dortmund und Hamm, von dem auch die Bahnhöfe Kamen-Mitte und Methler betroffen waren, rollten die Züge am Mittwoch wieder planmäßig. Die vier Linien RE1, RE3, RE6 und RE11 starteten ohne großen Zeitverzug. Nachdem am Montag bei einer Kampfmittelsondierung in Scharnhorst ein Kabel beschädigt wurde, gab es dann am Dienstag eine Weichenstörung in Kamen. Beide Schäden waren bis Mittwochmorgen behoben.

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Weichen klappen nicht nur hin und her, um die Fahrtrichtung zu verändern, sie haben auch weitere Technik, wie diese Weichenheizung. © Carsten Janecke

Weichenzungen und Backenschienen

Sogenannte ferngestellte Weichen, die vom Stellwerk ferngesteuert werden, bestehen aus Weichenzungen und Backenschienen. Sie klappen nicht nur hin und her, um den Weg der Züge zu verändern, sie haben auch weitere Technik, wie eine Weichenheizung: Sie besteht aus einer länglichen Metall-Lamelle, die sich schnell aufheizt und Schnee und Eis beseitigt, damit die Weiche in die richtige Position kommt. Bei Schäden an der Technik muss die DB Netz AG, die das Schienennetz betreibt, sofort reagieren – wie am Dienstag mit der Streckensperrung von Hamm in Fahrtrichtung Dortmund.

Zahlreiche Reisende waren an den beiden Tagen von den Einschränkungen betroffen. Es hakte zudem bei der angekündigte Bereitstellung von Ersatzbussen. Für die ansonsten etwa zehnminütige Fahrt von Kamen nach Dortmund mussten mit regulären Buslinien fast anderthalb Stunden in Kauf genommen werden. Etwa 20.000 Personen sind an Werktagen täglich auf der Strecke unterwegs.