Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires im Haus Heeren

dzJazzfestival Take 5

Auf die Freunde des Jazzfestivals „Take 5“ wartet im Haus Heeren ein ungewöhnliches Konzert: Das „Tango Ensemble Contrabajando“ bietet die vier Jahreszeiten in einer brodelnden Metropole.

Bergkamen

, 03.10.2019, 12:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Antonio Vivaldi im Jahr 1725 „Die vier Jahreszeiten“ schuf, ging es ihm darum, die Natur und das ländliche Leben in der frühen Neuzeit musikalisch zu schildern. Als der argentinische Komponist Astor Piazolla zwischen 1965 und 1970 „Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ komponierte, ließ er sich davon inspirieren. Dem Vater des „Tango Nuevo“ ging es aber nicht um die ländliche Idylle, sondern darum, den Puls der südamerikanischen Millionenstadt hörbar zu machen, in der er geboren wurde und einen großen Teil seines Lebens wohnte.

Es geht um Leidenschaft und Emotion

Das „Tango Ensemble Contrabajando“ führt Piazollas Werk am Sonntag, 17. November, um 18 Uhr im Haus Heeren im Rahmen des regionalen Jazzfestivals „Take 5“ auf. Die fünf Musiker lassen die vier Jahreszeiten in Buenos Aires hörbar werden. Wie immer beim Tango geht es dabei um Leidenschaft, Hingabe und pure Emotion.

Musik geprägt von Tango und Jazz

Reservierung möglich

Tickets und Preise

Der Eintritt für das Konzert im Haus Heeren kostet 15 Euro. Tickets gibt es im i-Punkt Unna, Tel. (02303) 103777. Reservierungen sind unter booking@kulturverein-westfalen.de möglich.
Die Musik ist geprägt „von den Klängen des Tango und des Jazz, von durchaus neutönenden aggressiven Klängen und der fast bedrohlichen Dramatik, die für Piazolla typisch ist“, kündigen die Veranstalter das Konzert an. Im Sommer geht es um die Leidenschaft, wenn die sengende Hitze den Körper verzehrt, im Herbst um die Flüchtigkeit der Leidenschaft, die der Vergänglichkeit weicht. Im Winter herrscht zwar Kälte und grauer Alltag, die Nächte werden aber von heißen Tangorhythmen beherrscht. Im Frühling begegnen die Zuhörer musikalisch der ersten Liebe, während die Stadt zu neuem Leben erwacht.

Ungewöhnliche Besetzung

Das Tango Ensemble Contrabajando besteht aus fünf Musikern aus der Region. Felicitas Stephan lässt sanft ihr Cello erklingen. Wolfgang Lehmann an der Gitarre und Sabine Böker-Kaminsky am Klavier melden immer wieder kraftvoll ihren Anspruch auf die Melodieführung an. Stefanie Schulte-Hoffmann lässt ihr Akkordeon - das wichtigste Instrument für den typischen Klang des Tango - frohlocken und jubeln, aber auch wehmütig klagen.

Uli Bär spielt den Kontrabass

Für das solide rhythmische Fundament der Musik ist ein echter Veteran der heimischen Musikszene verantwortlich, der bei „Take 5“ in vielen Rollen auftritt: Der bekannte Unnaer Musiker Uli Bär spielt im Ensemble den Kontrabass.

Mit dieser Besetzung ist das Ensemble Contrabajando eine Ausnahme in der Musiklandschaft der Region. Und Tango ist ohnehin eine ungewöhnliche Bereicherung des Jazzfestivals.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Dortmunder verhaftet

Blumenladen-Inhaberin an verhafteten Einbrecher: „Hier gibt es nichts zu holen“

Hellweger Anzeiger Ex-Verfassungsschutzpräsident

Hans-Georg Maaßen kommt zu Diskussion mit Merkel-Kritikern nach Kamen

Hellweger Anzeiger Konzert

Chorgemeinschaft zeigt, wie aktuell Haydns „Schöpfung“ nach über 200 Jahren noch ist

Meistgelesen