Die „Spieker“ warten auf die Tempo-Bremse

dzGegen die Raserei

Die angekündigten Beschilderungs- und Markierungsarbeiten auf der Wohnstraße „Auf dem Spiek“ sind noch nicht ausgeführt. Der Auftrag, so versichert die Stadtverwaltung, ist aber erteilt.

Kamen

, 16.10.2018, 12:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was ist mit der angekündigten Rechts-vor-Links-Regelung, die den Verkehr auf der Wohnstraße „Auf dem Spiek“ verlangsamen soll? Das fragen sich die dortigen Anwohner. Anfang Juni hatte die Stadtverwaltung angekündigt, die neue Verkehrsregelungen im Sommer zu verändern. Das ist bisher nicht geschehen. „Zeit und gutes Wetter gab es genug, doch jetzt beginnt bald die Schlechtwetterzeit“, so Volker Volkhausen, Sprecher der dortigen Bürgerinitiative. „Nicht nur der Glaube, dass jetzt noch etwas passiert, schwindet, es entstehen auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung.“

Stadtsprecher Hanno Peppmeier versichert auf Anfrage der Redaktion, dass das Vorhaben keineswegs in Vergessenheit geraten sei. Das sei jüngst auch gegenüber den Bürgern kommuniziert worden, nachdem sie im Rathaus noch einmal angefragt hätten. Die Beschilderung für die Rechts-vor-Links-Regelung sei bestellt worden. Zudem sei ein Unternehmen beauftragt worden, die entsprechenden Straßenmarkierungen aufzutragen. Dabei handelt es sich um den markanten weißen Querbalken, der auf der Straße die entsprechende Rechts-vor-Links-Regelung anzeigt. Aufgrund der guten Konjunkturlage, so Peppmeier, sei es bei den Firmen aber nicht möglich gewesen, einen Ausführungstermin zu vereinbaren. Dieser müsse zudem abgestimmt werden mit anderen Vorhaben, weil derlei Beschilderungs- und Markierungsarbeiten in der Regel im Paket durchgeführt würden – um Kosten zu sparen. Er habe, so Peppmeier, Verständnis für den Wunsch der Anwohner, dass sich die Situation schnell ändere. Die Firmen könnten allerdings keine konkreten Termine für die Durchführung nennen. Trotzdem sei damit zu rechnen, dass die Umsetzung zeitnah erfolge.

Statt mit vorgeschriebenen 30 Stundenkilometern rollt der Verkehr durchschnittlich mit fast Tempo 40 über die Straße. Als die Anwohner, die sich als „Spieker“ bezeichnen, im September vergangenen Jahres auf diese problematische Verkehrssituation vor ihrer Haustür aufmerksam machten, verbuchten sie mit ihrem Vorstoß einen Erfolg. Das Ergebnis brachte eine Verkehrsmessung mit einem mobilen Messgerät, das zwei Wochen lang installiert war. Die Stadt ging dabei über die Forderungen der Bürger noch hinaus. Sie kündigte mehrere Maßnahmen an: An den Einmündungen Auf dem Spiek/Westenzäune sowie ein Stück weiter Auf dem Spiek/Waterkamp soll künftig Rechts vor Links gelten. Zudem soll die Kreuzung Blumenstraße/Schlägelstraße/Auf dem Spiek, auf der schon Rechts vor Links gilt, mit einem Stopp-Schild ausgestattet werden.

40 Anwohner aus 21 Haushalten hatten sich voriges Jahr zusammengeschlossen, um für ihr Anliegen zu werben. Danach hatte die Stadtverwaltung bereits überdimensionale Tempo-30-Zeichen auf die Straße auftragen lassen, um deutlicher auf die Geschwindigkeitsbeschränkung hinzuweisen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Parteikasse missbraucht
Ex-Vizebürgermeisterin parkte mutmaßliches Schwarzgeld auf Konto der Grünen
Hellweger Anzeiger Handwerk in Kamen
Meisterpflicht für Fliesenleger kommt: Die Qualität könnte steigen und der Preis auch