Die SPD reagiert dünnhäutig auf Kritik an der Bürgermeisterin

dzKommentar

Die SPD antwortet auf die Kritik von Ex-Bürgermeisterkandidat Jonas Büchel an der 100-Tage-Bilanz von Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD). Eine dünnhäutige Reaktion – meint unser Kommentator.

Kamen

, 28.11.2018, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Man muss kein Schriftsteller sein, um ein Buch kritisieren zu dürfen. Ebenso braucht man kein Ratsmitglied zu sein, um sich kritische Worte über die Arbeit der Verwaltung und der Bürgermeisterin zu erlauben. Man muss auch nicht erst selbst Ratssitzungen besuchen, um sich gerechtfertigt zur Kommunalpolitik zu äußern.

Wenn die SPD jetzt erkennbar emotional die Kritik des früheren Bürgermeisterkandidaten Jonas Büchel („Kamen spricht“) an den ersten Amtsmonaten von Elke Kappen (SPD) sinngemäß damit zurückweist, dass er als Außenstehender gut reden hat und sich erst einmal ein Bild von der praktischen und kräftezehrende Arbeit der Ratspolitiker machen soll, geht das am Kern der geäußerten Kritik vorbei.

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Aus der Art und Weise, wie die SPD auf die Kritik reagiert, lässt sich das Gefühl herauslesen, dass die Sozialdemokraten ihr kommunalpolitisches Engagement nicht genug anerkannt sehen. Die Partei, der bundesweit in Scharen die Wähler davonlaufen, reagiert äußerst dünnhäutig.

Dabei wäre es interessant zu erfahren gewesen, wie die SPD zu dem Vorwurf steht, dass der VHS-Hausverkauf nicht transparent diskutiert wurde. Und wie sie die Kommunikationspolitik des Rathauses bewertet und was sie zu einer über kurz oder lang fälligen Neubesetzung der Kommunikationsschaltstelle zu sagen hat. Dazu kommt aber nichts.

Einen möglichen Beweis dafür, dass Jonas Büchel mit der Kritik an der Kommunikation des Rathauses vielleicht nicht ganz falsch liegt, liefert indessen Elke Kappen selbst. Warum meldet sich eigentlich die Bürgermeisterin nicht selbst aktiv zu Wort, wenn sie öffentlich massiv kritisiert wird?

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