Die richtige Morgenroutine macht’s: Linda Selke wird 101 Jahre alt

dzSeltener Geburtstag

Linda Selke feiert am Donnerstag ihren 101. Geburtstag. Sie blickt auf traurige und viele schöne Momente zurück. Sie verrät auch, was der Grund für ihr hohes Alter sein könnte.

Methler

, 16.01.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Linda Selke trinkt jeden Morgen Buttermilch und ab und zu gibt es auch mal ein Glas Sekt für den Kreislauf. Das ist offenbar die perfekte Kombination für ein langes Leben, denn Linda Selke feiert an diesem Donnerstag ihren 101. Geburtstag. Sie wird ihn im Pflegeheim „Peter und Paul“ feiern, wo sie seit 2012 lebt.

Sie zog damals nicht alleine in das Pflegeheim in Methler ein, sondern mit ihrem Mann Albert. Er hatte im Jahr 2004 einen Schlaganfall erlitten. „Meine Mutter hat sich aufopferungsvoll um ihn gekümmert“, erzählt Brigitte Karst, Selkes Tochter. Irgendwann ging es dann aber doch nicht mehr. Die beiden zogen im Jahr 2005 in eine altersgerechte Wohnung und 2012 dann ins Pflegeheim.

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Ihr Mann ist mittlerweile verstorben. Linda Selke kann den Geburtstag mit ihren beiden Kindern feiern. Und vielleicht gibt es im Pflegeheim wieder eine kleine Feier. Da will sich Selke überraschen lassen. „Als sie 100 wurde, gab es eine richtig große Feier. Wir waren selber überrascht“, sagt Tochter Brigitte Karst.

Linde Selke ist nicht die älteste Bewohnerin im Pflegeheim

Ein Einzelfall war der 100. Geburtstag für das Pflegeheim aber nicht. Tatsächlich ist Linda Selke nicht die älteste Bewohnerin des Pflegeheims. Und doch ist dieser Geburtstag freilich etwas ganz besonders. Und für Selke kann es noch viele Jahre so weitergehen, denn langweilig ist ihr auch nach 100 Jahren noch lange nicht.

Sie spielt gerne Brettspiele und Karten, lässt sich gerne vorlesen und interessiert sich wie in jungen Jahren für Mode.

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Geboren wurde Linda Selke im Jahr 1919 in Leipzig. Dort lernte sie ihren Mann kennen, der dort stationiert war. Die beiden zogen im Jahr 1943 nach Dortmund und dann schließlich nach Kamen, wo sie in einer Zechensiedlung lebten. Selkes Mann arbeitete in einer Zeche in Bönen.

Zu ihren lebhaftesten Erinnerungen gehören die aus dem Krieg, den Selke und ihr Mann als junge Eltern miterlebten. Auch wenn die Zeiten hart waren, gibt es auch viele schöne Momente. So habe ihr Sohn einmal ein Ei geklaut, das er dann in der Hosentasche nach Hause brachte – natürlich war das Ei nicht mehr ganz.

Von solchen Anekdoten gibt es viele und Linda Selke denkt gerne daran zurück. Ihre Kinder standen für sie immer an erster Stelle. „Unsere Eltern hätten uns ihr letztes Hemd gegeben“, erinnert sich Brigitte Karst. Heute und besonders an diesem Donnerstag geben sie und ihr Bruder ihrer Mutter etwas von der Liebe und Fürsorge zurück.

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