Formschöne Flitzer mit Stil und Geschichte, dafür schlägt das Herz der Eheleute Immanuel Noske und Andrea Lunke. Die beiden Kamener haben wahre Schmuckstücke bei sich in der Garage stehen.

Kamen

, 17.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Dass Immanuel Noske und seine Frau Andrea Lunke Autos lieben, steht außer Frage. Begibt man sich in das Wohnzimmer der Kamener, sieht man allerhand kuriose aber dekorative Einzelstücke, die Noske aus Autoteilen angefertigt hat. Die Front einer alten Mercedes S-Klasse verbirgt einen kleinen Weinvorrat unter der Motorhaube, über der grünen Karosserie eines Traktors Kramer KA 110 blitzen die Pokale von Autorallyes, die an der Wand stehende Front eines VW T2 Bullis ist ein weiterer Blickfang. Die Scheinwerfer der Stücke lassen sich auf Knopfdruck aktivieren, das Wohnzimmer der Eheleute ist ein Paradies für Autofreunde. „Die restlichen Zimmer im Haus sind aber normal“, versichert Lunke schmunzelnd.

Die Leidenschaft für klassische Formen und blitzendes Chrom

Besondere Einrichtung: Unter der Haube des Mercedes befindet sich kein Motor. Dort lagern Weinflaschen. © Stefan Milk

Wahre Schmuckstücke

Die wahren Schmuckstücke der Eheleute befinden sich aber nicht im Wohnzimmer, sondern in der Garage. Die beiden hegen nämlich eine Leidenschaft für Autos mit Geschichte und nennen eine Mercedes S-Klasse von 1972 und ein ehemaliges Feuerwehrfahrzeug auf Basis eines 190er Mercedes von 1992 ihr eigen. Die beiden Wagen sind sogenannte Youngtimer, also Fahrzeuge mit einer 20 bis 30 jährigen Geschichte. Diese Geschichte ist den Eheleuten wichtig. „Wir haben da einen Ordner mit allen Daten, zum Beispiel mit dem italienischen Erstbesitzer der S-Klasse“, sagt Noske. Das alte Feuerwehrfahrzeug sei ein absolutes Unikat, eine Sonderanfertigung für den damaligen Chef der Berufsfeuerwehr Magdeburg, die Noske per Zufall bei einem „Wald-und-Wiesen-Autohändler“ gefunden habe.

Die Leidenschaft für klassische Formen und blitzendes Chrom

Die bronze-braune Lackierung der Mercedes S-Klasse habe der ehemalige Besitzer als „Leberwurstfarbe“ bezeichnet, erzählt Andrea Noske schmunzelnd. © Stefan Milk

Pflege per Hand

Die Wagen habe Noske eigenhändig wieder auf Vordermann gebracht, nur bei besonders komplizierten Arbeiten lasse er lieber den Fachmann ran. Seine Frau, die über ihre elfjährige Beziehung hinweg immer mehr Gefallen an dem Hobby gefunden hat, ist für die Pflege zuständig – per Hand, versteht sich, was bis zu anderthalb Stunden dauern könne.

Die Eheleute nehmen einmal im Jahr an der großen Mercedes-Rally „Men in Benz“ teil, in der Saison zudem an etwa 20 kleineren Treffen. Die Youngtimer haben dabei schon einige Preise abgeräumt.

Was die beiden so an den Fahrzeugen begeistert? „Mein Herz schlägt für Chrom und diese schönen Formen“, sagt Lunke. Auch für Noske ist ganz klar, dass die Form und natürlich auch die Geschichte der Wagen die wichtigste Role spielen. Das Hobby betreiben die beiden gemeinsam, gleich zum Beginn der Beziehung habe er sie gefragt, ob sie sich dafür begeistern könne, erzählt Lunke, „mein Mann würde sich nichts holen, das mir nicht gefällt.“ Dass auch sie mit dem Autofieber infiziert wurde, belächeln Freunde zwar manchmal, doch ihr mache das nichts aus. Ihre Fahrzeuge seien dafür gerade für Hochzeiten von Freunden und Bekannten sehr gefragt.

Die Leidenschaft für klassische Formen und blitzendes Chrom

Über der grünen Karosserie eines Traktors Kramer KA 110 blitzen die Pokale von Autorallyes. © Stefan Milk

Spürbare Begeisterung

Die Begeisterung der beiden für die Klassiker auf Rädern ist deutlich spürbar. Noske und Lunke erzählen Anekdoten über den Kauf der Fahrzeuge, darüber, wie die Tochter des Magdeburger Feuerwehrchefs den restaurierten Wagen ihres Vaters per Zufall auf einer Rallye gesehen hat, oder wie der vorherige Besitzer der Mercedes-S-Klasse die bronze-braune Lackierung als „Leberwurstfarbe“ bezeichnet hat.

Auf seine außergewöhnlichen Dekostücke im Wohnzimmer angesprochen, ist Noske vor allem eines wichtig: „Das hier habe ich alles aus Teilen gebaut und keine Autos zesägt. Sonst hätte ich das auch gar nicht übers Herz gebracht.“

Die Leidenschaft für klassische Formen und blitzendes Chrom

Gemeinsam mit seiner Frau nimmt Immanuel Noske an etwa 20 Treffs und einer größeren Rallye im Jahr teil. © Stefan Milk

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