Die Islamische Union Kamen lädt zum Fest rund um die Moschee

dzErstes Herbstfest

Spielende Kinder und duftende Köstlichkeiten fanden Besucher am Wochenende auf dem Herbstfest der Islamischen Union Kamen vor. Der Moscheeverein möchte sich nicht abkapseln.

von Jan Dreher

Kamen

, 21.10.2018, 12:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Leicht versteckt hinter einer Reihe Mehrfamilienhäuser liegt der Werdelsgraben, gesäumt mit noch vom Herbst verschonten, grünbeblätterten Bäumen. Wo der Samstagmittag erst langsam seinen Lauf nimmt, da sticht ein abgesperrter Straßenabschnitt deutlich heraus. Überall wuseln Menschen hin und her, Kinder flitzen von einem Pavillon zum anderen, es wird geredet, gegessen, gespielt.

Grund für das Treiben ist das Herbstfest der Islamischen Union Kamen, das an beiden Wochenendtagen stattfand. Der 1981 gegründete Verein, der die Moschee am Werdelsgraben betreibt, veranstaltet zum ersten Mal ein Fest in der zweiten Jahreshälfte. Bereits etabliert hat sich das Nachbarschaftsfest, das im April stattfindet, berichtet Adem Kama aus dem Vorstand des Moscheevereins. Nachdem das Nachbarschaftsfest dieses Jahr besonders gut besucht war, hat sich der Verein entschlossen, eine weitere Veranstaltung in ihren Kalender aufzunehmen.

Die Besucher erwartet vor Ort ein bunter Strauß an Angeboten. Die Hauptattraktion stellen sicher die vielfältigen Essensangebote dar: Diverse Fleischgerichte, auf dem Grill zubereitet, Döner frisch vom Spieß, Teigwaren aller Couleur und Nachspeisen internationaler Küche von Bienenstich bis Pflaumenkuchen berauschen die Geruchs- und Geschmackssinne beim Schlendern durch die von Pavillons gesäumte Straße. Ein vielfältiges Spieleangebot für Kinder mit Hüpfburgen und einem Trampolin rundet das Angebot so ab, dass für jeden ein Grund zum Verweilen vorhanden sein dürfte.

Doch das ganze Aufgebot sei nur Beiwerk, betont Kama: Es gehe bei dem Fest darum „die Menschen aus der Umgebung näher kennenzulernen“ und eine Möglichkeit für Austausch zu schaffen, „damit man zueinanderfinden“ kann.

Der Moscheeverein möchte nicht abgekapselt sein, sondern einen aktiven Teil der Gesellschaft darstellen. Und den ein oder anderen dürften die Veranstalter damit hinter dem Ofen hervorgelockt haben. „Wir lassen uns verwöhnen“, sagt etwa Familie Brock mit einem Augenzwinkern. Zusammen mit den Zemkes besuchen die aus der Nachbarschaft stammenden Bekannten die Veranstaltung und versäumen es nicht, sich mit kulinarischen Besonderheiten für das Mittagessen einzudecken. „Es ist schön, zu sehen, dass die immer so viel auf die Beine stellen“ sind sie sich einig.

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