Jetzt ist die beste Zeit, um sich abends, wenn es etwas kühler ist, aufs Rad zu setzen und ein paar leichte Kilometer zu fahren. Die zehn Routen führen durch Kamen aber auch darüber hinaus.

Kamen

, 27.07.2019 / Lesedauer: 4 min

Ein herrlicher Sommer, vielleicht etwas zu heiß, aber mit viel Sonnenschein und mit idealen Radwanderkarten für leichte Touren rund um Kamen. Zehn Feierabend-Strecken, die zum Radeln einladen und viel Abwechslung anbieten, sind rund um Kamen ausgeschildert. Elf Karten – zehn Touren und eine Übersichtskarte – stecken in jenem kleinen Schuber in A 5-Format, den die Stadt im vergangenen Jahr neu herausgegeben und jetzt neu aufgelegt hat. Unter dem Motto „Kamen bringt Sie auf Touren“ laden die K-Routen dazu ein, die Stadt Kamen, ihre Ortsteile, ihren Stadtkern, die Landschaften und die Geschichte im Sattel zu erfahren. Die Karten werden auf Anfrage kostenlos abgegeben. „Gerade ist die zweite Auflage erschienen“, berichtet der Fahrradbeauftragte Matthias Breuer. 750 Stück sind jetzt nachgedruckt worden, nachdem die ersten Tausend schnell vergriffen waren. „Der Schuber mit den zehn einzelnen Plänen sowie einer Übersichtskarte, die auch im Radparkhaus zu sehen ist, sind somit wieder hier in meinem Fachbereich erhältlich“, sagt er. Außerdem enthalten: Ein Flyer mit dem Hinweis auf das Radparkhaus. Der Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt ist im dritten Obergeschoss des Rathauses zu finden.

Die Heimat kennen lernen: Zehn Mal Kamen mit dem Rad

Der Radfahrbeauftragte Matthias Breuer mit den Radkarten, die jetzt in zweiter Auflage erschienen sind. © Stefan Milk

Das „K“ steht für Kamen

Die Kamener Routen

Touren bereits aus den 80er-Jahren

  • Die K(amener)-Routen 1-9 wurden bereits Anfang der 1980er Jahre entwickelt. Neue Radwegeverbindungen wie der Seseke-Weg und eine Vielzahl von Verbesserungen im Radwegenetz ermöglichten optimierte Strecken.
  • Möglich wurde die neue Ausgabe der Kamener Radkarten durch Fördermittel des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Stadt Kamen als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreis in NRW (AGFS) erhalten hat. Die neue Fahrradkarte ist ab sofort beim Fachbereich Planung, Bauen und Umwelt im Rathaus der Stadt Kamen erhältlich.

Auf den zehn Karten sind die sogenannten K-Touren fixiert, die es bereits seit 1983 gibt. Das „K“ steht dabei für Kamen. Bis voriges Jahr waren es neun Touren, dazugekommen ist dann die K10, die sogenannte Kamener Kulturroute, die der Kulturkreis Kamen um Klaus Holzer ausgearbeitet hat. Die Tour führt aus der Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Stationen sind unter anderem die ehemalige germanische Siedlung und die Margaretenkirche.

Die Radwanderkarten haben auf der Rückseite viele Kurzhinweise, die einen QR-Code tragen für weitergehende Informationen und die auf wasserabweisendem Papier gedruckt wurden, damit sie bei Regen nicht aufweichen. Zuletzt gab es eine Auflage im Jahr 1993. Auf einer Karte, auf der alle Touren gemeinsam enthalten waren. Jetzt gibt es für jede Tour eine übersichtliche Einzelkarte.

Die Heimat kennen lernen: Zehn Mal Kamen mit dem Rad

Der Pleckenbrinksee ist 2008 durch eine Bergsenkung entstanden und hat sich zum Revier für Vögel aller Art entwickelt. die Kamener Route K3 führt daran vorbei,

Touren sind zwischen 10 und 15 Kilometer lang

Die Touren sind alle zwischen 10 und 15 Kilometer lang, berühren auch die Nachbarstädte und -gemeinden und sind etwa in einer Stunde zu bewältigen. „Sie eignen sich für eine kleine Nachmittagstour – können aber auch kombiniert werden, sodass man länger unterwegs ist.“ Der Radfahrbeauftragte Matthias Breuer, der jüngst das Fahrradparkhaus am Willy-Brandt-Platz in Betrieb genommen hat, kennt die Wege freilich aus dem Effeff, und hat bei der Ausarbeitung auch Plätze entdeckt, die weniger bekannt sind. Zum Beispiel den Pleckenbrinksee südlich von Wasserkurl, angrenzend an das Wickeder Ostholz. Dort haben den unter Naturschutz stehenden See, so steht es auf der Karte, viele große und kleine Vogelarten zu ihrer Heimat erkoren.

Karten sind auch im Internet abrufbar

Die Nutzung der K-Routentipps ist einfach: Die gewünschte Route – ob nach Länge, Schwierigkeitsgrad oder Sehenswürdigkeit – auswählen, in einer Halterung am Fahrrad-Lenker befestigen oder zwischendurch draufschauen. Schon kann es losgehen. Und wenn es etwas länger sein darf, lassen sich die Routen durch die vielen Überschneidungspunkte kombinieren. Die Karten, die man sich von der Seite der Stadtverwaltung herunterladen kann, sind kompatibel für die gängigen digitalen Endgeräte und Navigationssysteme. Die Downloads, Links und GPS-Daten gibt es unter www.fahrrad-kamen.de. Wer die Karten lieber in gedruckter Form haben möchte, kann sie im Fachbereich Planung, Bauen und Umwelt im Rathaus bekommen.

Kamen als idealer Ausgangspunkt auch für weite Touren

Nicht nur Kurztouren lohnen sich. Zwischen Münsterland und Ruhrgebiet gelegen ist Kamen auch ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren über das Stadtgebiet hinaus. Vom Bahnhof Kamen aus erreicht man zum Beispiel den Emscher-Park-Radweg, der quer durch das Ruhrgebiet bis nach Duisburg verläuft. Andere Themenrouten, wie die „100-Schlösser-Route“ oder die Römerroute oder die Lippe-Tour 1 verlaufen durch Kamen oder sind von Kamen aus erreichbar. Neue interessante Routen, wie die Deutsche Fußballroute oder die Route „Rad Kreis Unna“ durchqueren das Stadtgebiet.

Über 65 Kilometer lange Radwege

Über 65 Kilometer Radwege, ergänzt durch Wirtschaftswege, bilden das Radwegenetz der Stadt Kamen. Das Rückgrat des Radwegenetzes sind dabei die beiden ehemaligen Zechenbahntrassen, die von Nord nach Süd das Stadtgebiet durchqueren. Die östliche Trasse verläuft vom nördlichsten Punkt des Kamener Innenstadtgebietes an der östlichen Peripherie der Bebauung vorbei in Richtung Heeren-Werve bis nach Unna. Der westliche Ast der Radwegetrasse führt, vom gleichen Standort ausgehend, quer durch den Kamener Westen und erschließt die Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Hemsack und Am Schwimmbad.

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