Die Flucht hautnah: Autorin zeichnet Erlebnisse auf

dzFluchtschicksale

Christina Hartmann macht erlebbar, was Menschen auf der Flucht nach Deutschland erlebten. Sie zeichnete die Erlebnisse auf, die sie in einem Buch zusammenfasste. Am Montag wird es vorgestellt.

Kamen

, 04.10.2019, 12:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Jene Geschichten aufzeichnen, die auf der Flucht nach Deutschland entstanden sind. Erstmals sind jetzt Schicksale von Menschen, die nach Kamen geflüchtet sind, in einem Buch zusammengefasst. In Verbindung mit einer Ausstellung, die am Montag, 7. Oktober, im Haus der Stadtgeschichte eröffnet wird, stellt Autorin Christina Hartmann das aufwendig produzierte Werk vor. Beginn an der Bahnhofstraße 21 ist um 19.30 Uhr.

Die Flucht hautnah erleben. Hartmann hat auf Initiative des Vereins „Pro Mensch“ sieben Menschen porträtiert, die menschenunwürdige Dinge erlebten und viele Gefahren meistern mussten. Das Ziel des Buchprojekts: Hintergründe der Flucht besser verstehen und mit „Absahner-Klischees“ aufzuräumen. Stell Dir vor, du müsstest morgen aus Angst um Leib und Leben deine deutsche Heimat verlassen - dieses Bild sollen die Leser vor Augen haben.

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Für Christina Hartmann war es nicht einfach, Gesprächspartner für ihr Buch zu finden. „Einige wollten durchs Erzählen das ganze Grauen nicht noch einmal durchleiden müssen“, berichtet sie. Andere sagten ab, weil sie befürchteten, sie könnten durch ihre Äußerungen Probleme bekommen oder noch in der Heimat lebende Familienmitglieder in Gefahr zu bringen. Das Buch ist in einer Auflage von 150 Exemplaren erschienen und wird gegen Spenden abgegeben. Je ein Exemplar sollen die Kamener Schulen und Büchereien erhalten.

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