Der Sturm auf die Theaterkarten: Über 3500 Tickets schon weg

dzFehleranalyse nach Online-Aussetzer

Einen Tag nach dem Run auf die Theaterkarten geht das Kulturamt in die Fehleranalyse. Derweil sind schon über 3500 Tickets abgesetzt worden. Die „12 Tenors“ sind fast ausverkauft.

Kamen

, 03.09.2019, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen Tag nach dem Ansturm auf die Theaterkarten der Vorstellungen in der Konzertaula sind einige Veranstaltungen nahezu ausverkauft. „Für die zwölf Tenöre gibt es fast nur noch Einzelkarten“, berichtet Jörg Höning aus dem Fachbereich Kultur. Schon 640 Karten sind am ersten Tag für die Aufführung der „12 Tenors“, wie sich die Künstler bezeichnen, gebucht worden.

Die Vorstellung beginnt am Freitag, 20. Dezember, um 20 Uhr. 120 Karten sind noch verfügbar, wie es auf der Online-Plattform für den Ticketverkauf am Morgen heißt, kurze Zeit später sind es noch 87. Am Dienstag sind Buchungen möglich.

2430 Karten sind für die Reihen „Krimis und Komödien“ und „Großes Abonnement“ abgesetzt worden, dazu 1100 Karten für das Kindertheater, insgesamt also 3530.

Der Sturm auf die Theaterkarten: Über 3500 Tickets schon weg

Lange Warteschlange vor dem Kulturbüro. Über zwei Stunden Wartezeit sorgte bei zahlreichen Kulturfreunden für Ärger. © Stefan Milk

Ein neuer Rekordwert für den Verkaufsstart. „Das ist unglaublich“, so Höning. Verkaufsschlager sind, siehe oben, die „12 Tenors“ (640 Karten), „Pippi feiert Weihnachten“ (420), „Passagier 23“ nach Sebastian Fitzek (547) und „Ein Mann mit Charakter“ vom Ohnsorg-Theater (544). Die meisten Karten sind direkt im Rathaus verkauft worden. Über zwei Stunden Wartezeit sorgte bei den Kulturfreunden für Ärger. Mehrere Leser unserer Zeitung reagierten kritisch. Etwa zehn Prozent, also etwas über 300 Karten, wurden über die neue Online-Plattform abgesetzt.

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Die bereitete, wie berichtet, zum Verkaufsstart Probleme. Der Server der Online-Plattform war überlastet. Das führte zu der absurden Situation, dass Theaterfreunde sich sowohl in die Warteschlange einreihten, während der Partner zuhause am Rechner versuchte, die Tickets online zu buchen. Bei manchen in der Warteschlagen klingelte dann irgendwann das Handy, versehen mit dem Ausruf: „Wir haben die Karten.“

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Das Kulturamt geht jetzt in die Analyse, warum die Ticket-Plattform zeitweise nicht erreichbar war. 137 Online-Buchungen, bei denen jeweils mehrere Karten bestellt wurden, liefen am Montag auf. „Die Zahl ist eigentlich so groß, dass man nicht sagen kann, dass es gar nicht geklappt hat“, so Höning. Trotzdem werde jetzt analysiert, welche Fehler passiert seien. „Ja, es konnten sehr viele bestellen, aber es gibt auch viele, die es nicht geschafft haben.“ Er sei dankbar über kritische Rückmeldungen. „Für uns war es ein Tag voller neuer Erkenntnisse“, sagt er. Weiteres Problem: Durch die Online-Buchungen seien viele Einzelplätze entstanden, während im Kulturbüro die Plätze platzsparend vergeben werden. „Im Internet macht man es, so wie es einem gefällt.“

Der Vorverkauf läuft weiter

Tickets für die Theaterreihen

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