Veranstaltungen, Aktionen, Feste und mehr: In Heeren-Werve hat sich viel getan – auch dank des Stadtteilmanagements. Die Maßnahme soll verlängert werden. In trockenen Tüchern ist das aber noch nicht.

Heeren-Werve

, 15.06.2020, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Mein persönliches Highlight war der Tag der offenen Türen relativ zu Anfang meiner Zeit. Das war etwas Besonderes, weil 50 Gruppen, Vereine und Geschäfte die Veranstaltung aktiv mitorganisiert haben“, sagt Jakob Hamborg. Der Stadtteilmanager von Heeren-Werve ist seit etwa eineinhalb Jahren im Einsatz und hat unter anderem dazu beigetragen, dass beim Tag der offenen Türen „das ganze Dorf auf den Beinen“ war. Hamborg löste damals seine Vorgängerin und heutige Kamener Wirtschaftsförderin Stefanie Haake ab, die ab 2017 als erste Stadtteilmanagerin die Pionierarbeit geleistet hatte.

Dafür, dass Hamborg als Stadtteilmanager noch weitere solcher Aktionen mitgestalten wird, stehen die Zeichen gut. Denn die Stadt will das Projekt „Stadtteilmanagement“ verlängern. „In trockenen Tüchern“, wie Hamborg es ausdrückt, ist das aber noch nicht. Denn dafür müsse es eine Förderung vom Land geben. Der Stadtteilmanager würde sich aber sehr darüber freuen, die Projekte und Initiativen in Heeren-Werve weiterzuführen und zu „verstetigen“. „Ziel ist es, dass es auch ohne uns weitergeht.“

Der neuen Ortsmitte in Heeren-Werve folgen weitere Projekte

Und für dieses Ziel braucht es mehr Zeit. Das sieht nicht nur Hamborg so, sondern auch der Fachbereich Planung, Bauen, Umwelt im Rathaus. Der Stadtrat soll am Donnerstag, 18. Juni, beschließen, die Maßnahme „Stadtteilmanagement“ des Integrierten Handlungskonzeptes Kamen-Heeren-Werve um zwei Jahre zu verlängern. Andernfalls würde das Stadtteilmanagement, das 2017 seine Arbeit aufnahm, diese zum 30. April 2021 niederlegen müssen.

Der Tag der offenen Türen im April vergangenen Jahres war eines der ersten Projekte, bei denen der Stadtteilmanager Jakob Hamborg (l.) mitgewirkt hat. Die Arbeit mit den Heeren-Wervern macht ihm Spaß und er hofft auf eine Verlängerung der Maßnahme.

Der Tag der offenen Türen im April vergangenen Jahres war eines der ersten Projekte, bei denen der Stadtteilmanager Jakob Hamborg (l.) mitgewirkt hat. Die Arbeit mit den Heeren-Wervern macht ihm Spaß und er hofft auf eine Verlängerung der Maßnahme. © privat

Voraussetzung für den Beschluss sei die Förderung des Landes im Rahmen des Städtebauförderprogramms 2021 sowie die Etatisierung und Beschlussfassung des Haushaltes 2021 durch den Rat. In der Sitzung am Donnerstag soll der Rat beschließen, dass die Verwaltung einen entsprechenden Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg einreicht und bei Bedarf einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn beantragt, damit die Arbeit von Hamborg und seinen Kollegen nahtlos weiterlaufen kann.

Nach dem Projekt soll Heeren-Werve weiter so aktiv bleiben

Einerseits soll das Projekt verlängert werden, weil nach der Fertigstellung der Neuen Mitte in diesem Jahr weitere Bauprojekte folgen, die das Stadtteilmanagement begleiten soll – zum Beispiel der Luisenpark und der Spielplatz an der Rosenstraße. Andererseits geht es auch um die von Hamborg erwähnte Verstetigung. Nachdem sich laut Beschlussvorlage im Rahmen der Netzwerkarbeit eine lebendige Beteiligungskultur entwickeln konnte, soll ein Verstetigungskonzept erarbeitet werden, damit es auch nach der Maßnahme so weitergeht in Heeren-Werve.

In Heeren-Werve tut sich seit ein paar Jahren einiges: Das Engagement und der Zusammenhalt unter den Bürger wachsen, Veranstaltungen und Feste werden organisiert – und der Stadtteil verändert seine Optik. In der Ortsmitte wird etwa die Kreuzung Märkische Straße/Westfälischen Straße durch einen Kreisverkehr ersetzt.

In Heeren-Werve tut sich seit ein paar Jahren einiges: Das Engagement und der Zusammenhalt unter den Bürger wachsen, Veranstaltungen und Feste werden organisiert – und der Stadtteil verändert seine Optik. In der Ortsmitte wird etwa die Kreuzung Märkische Straße/Westfälischen Straße durch einen Kreisverkehr ersetzt. © Marcel Drawe

Was sich in den vergangenen Jahren in dem Stadtteil getan hat, kann sich jedenfalls sehen lassen. Die Liste der Aktivitäten des Stadtteilmanagements ist lang. Ein Beispiel ist etwa die Stärkung des Miteinanders durch Veranstaltungen, gemeinsame Projekten etwa zur Müllvermeidung oder die Gründung des Netzwerkes „Rund ums Dorf, Zusammen für Heeren-Werve“.

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Ein weiteres ist die Öffentlichkeitsarbeit und die Einbeziehung der Heeren-Werver – digital und vor Ort. Neben Informationen auf der Homepage beantwortet Hamborg im Stadtteilbüro persönlich Fragen zu Planungen im Stadtteil oder nimmt Anregungen zu dessen Entwicklung entgegen. In dieser Woche starten die Sprechstunden nach einer Corona-Zwangspause wieder.

Mehr Informationen im Internet und in der Ratssitzung

Austausche wie diese haben in der Vergangenheit bereits Früchte getragen – etwa im Kampf gegen Hundekot oder im Einsatz für neue Bänke im Stadtteil. Diese Liste lässt sich genau wie die der Aktivitäten des Stadtteilmanagements freilich noch weiter fortführen.

Mehr Infos zum Stadtteilprojekt gibt es auf der Seite www.stadtteilprojekt-heeren-werve.de oder auch in der Beschlussvorlage, die im Ratsinformationssystem auf der Internetseite der Stadt zu finden ist. Die Ratssitzung startet am Donnerstag um 17 Uhr in der Stadthalle, Bürger sind willkommen.

Nach Corona-Zwangspause

Sprechstunde im Stadtteilbüro

  • Ab Mittwoch, 17. Juni, finden im Stadtteilbüro Heeren-Werve an der Mittelstraße 14 wieder reguläre Sprechstunden mit Jakob Hamborg statt.
  • Hamborg ist jeden Mittwoch von 10 bis 13 Uhr vor Ort.
  • Hygienevorschriften sind zu beachten, im Stadtteilbüro ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen und es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern.
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