Der „kleinste Weihnachtsmarkt Deutschlands“ wird immer beliebter

Rock den Nikolaus

Der als Tattoo-Olli bekannte Olaf Kraus ist zufrieden: „Rock den Nikolaus“ hat doppelt so viele Besucher wie im vorigen Jahr angelockt.

von Jan Dreher

Kamen

, 09.12.2018, 11:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der „kleinste Weihnachtsmarkt Deutschlands“ wird immer beliebter

Olaf und Heike Kraus (im Kostüm) begrüßten die Gäste an ihrem Haus in Südkamen. © Stefan Milk

Weit ab vom hektischen Trubel, der dieser Tage auf den Weihnachtsmärkten in den Städten herrscht, wächst an einem einsam stehenden Haus, nur umringt von der Dunkelheit eines feuchten Dezemberwochenendes, die Idee einer etwas anderen Weihnachtstradition heran.

Unscheinbar in zweiter Reihe liegt das Grundstück der Familie Kraus an der Dortmunder Allee. Nur ein paar geparkte Autos an der Hauptstraße lassen vermuten, dass hier irgendetwas anders ist als sonst. Ein langer schmaler Feldweg führt ins Unbekannte. Doch nach wenigen Metern ins Ungewisse leuchtet einem ein heller Stern den Weg zum Ziel. Nur ist es nicht Bethlehem wie in der biblischen Erzählung, sondern der etwas andere Weihnachtsmarkt von Olaf und Heike Kraus unter dem Motto: „Rock den Nikolaus“.

Der wegweisende Stern entpuppt sich aus der Nähe als Krönung eines ca. vier Meter hohen Weihnachtsbaumes, der mit seiner Beleuchtung eine Schneise des Lichts in die dunklen Felder ringsum zieht. Er markiert den Eingang zum „kleinsten Weihnachtsmarkt Deutschlands“, so bezeichnen ihn zumindest die Veranstalter. Bis zum späten Nachmittag „sind es bestimmt 300 bis 400 Leute da gewesen“ berichtet der auch als Tattoo-Olli bekannt Olaf Kraus. „Das sind doppelt so viele wie bei der Premiere im letzten Jahr“, berichtet der in einem Weihnachtskostüm steckende Pate der Veranstaltung mit einem breiten Grinsen.

Waren es tagsüber noch vor allem Familien, so wandelt sich der Weihnachtsmarkt gegen Abend, auch mit den Nachzüglern aus dem nachmittäglichem Bundeliga-Derby, in ein gemütliches Feiern bei kerniger Rockmusik mit offenem Ende.

Obwohl Olaf „heute Nacht um vier Uhr am Herd Kesselgulasch gemacht“ und seine Frau Heike „seit einer Woche am Backen“ ist, geht es den beiden nicht darum, wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Sie wollen die Leute bei guter Musik zusammenbringen. Mit dem Gedanken im Hinterkopf und den gesammelten Spenden für das Kinderhospiz und den Tierschutzverein ist der weihnachtliche Gedanke hier wohl bestens umgesetzt.

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