Defekte Fluchttür ist repariert: Kein freier Weg mehr zur Autobahn

dzSchloss ausgewechselt

Die klappernde Tür zur Autobahn 2 an der Fritz-Erler-Straße befindet sich nun in Reparatur. Die Autobahnmeisterei Kamen entsandte Mitarbeiter, um das monatelang defekte Schloss zur reparieren.

Kamen

, 26.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Autobahnmeisterei Kamen hat das defekte Schloss der A2-Fluchttür in Höhe der Fritz-Erler-Straße repariert. Dort führt die Autobahn direkt durch Kamen. Der defekte Schließmechanismus hatte dazu geführt, dass die Tür durch die von Lastwagen erzeugte Zugluft hin und herschlug.

Weil auf der Rampe der Brücke oftmals auch Kinder spielen, hatten sich Anwohner bei den Behörden gemeldet, die die Nähe zur offen stehenden Fluchttür als gefährlich einstuften. Nachdem etwa ein Jahr lang nichts passierte, wandten sich die Bürger an unsere Redaktion und formulierten ihre Enttäuschung, dass ihr Anliegen kein Gehör fand.

Defekte Fluchttür ist repariert: Kein freier Weg mehr zur Autobahn

Kräfte der Autobahnmeisterei Kamen parkten am Montag auf dem Eilater Weg, der dort an der Autobahn verläuft. © Privat

Anwohner finden Gehör, nachdem sie hartnäckig geblieben sind

Gehör hat ihr Anliegen erst jetzt gefunden, nachdem sie hartnäckig geblieben sind. Kräfte der Autobahnmeisterei waren am Montag vor Ort, um die defekte Klinke auszuwechseln. Nun ist dort eine neue Stahlklinke eingebaut worden, mit der die Tür vernünftig zu öffnen und zu schließen ist. Ein Schild am Fuße der Treppe weist deutlich darauf hin, dass der Zutritt für Unbefugte verboten ist.

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Fluchttüren sind an Autobahnen immer dort angebracht, wo Lärmschutzwände stehen. Einerseits, damit im Fall eines Unglücks die Autobahn verlassen werden kann. Anderseits, damit Rettungskräfte bei einem Notfall die Unglücksstelle erreichen können, wenn der Weg über die Autobahn versperrt ist.

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Offene Tür zur A2 in Kamen

Enttäuschung in einen Brief an den Landrat formuliert

Anwohner Thomas Koßmann und weitere Nachbarn hatten im vergangenen Jahr mehrfach versucht, auf die Situation aufmerksam zu machen und sogar Landrat Michael Makiolla angeschrieben. „Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie im Rahmen Ihrer Aufsicht über die Polizei im Kreis Unna dieser Angelegenheit nachgehen würden“, so Koßmann in dem Brief, nachdem keine Rückmeldung auf das mehrmals vorgebrachte Anliegen erfolgte. „Wenn man solche Erfahrungen macht, führt das auch dazu, dass man das Vertrauen in die Polizei verliert, und das halte ich für ziemlich schlimm“, so Koßmann in dem Schreiben - nach seiner Meldung Ende April und der anschließenden Feststellung, dass die Gefahrensituation weiterhin nicht beseitigt wurde, „habe ich auch gedacht, was soll ich jetzt noch machen, ich habe drei Mal auf die Gefahr hingewiesen, und die Verantwortung liegt jetzt bei der Polizei.“

Dennoch blieben er und die Nachbarn hartnäckig. Nicht nur die Tür, sondern auch das Kapitel ist nun geschlossen.

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