Dauerbaustelle direkt vor der eigenen Haustür

dzKanalbauarbeiten

Seit rund einem Jahr werden in Methler Kanal- und Straßenbauarbeiten durchgeführt. Für die Anwohner kann das schon mal zur Nervenprobe werden. Am Ericaweg ist nun ein Ende der Bauarbeiten in Sicht, vorher kommt aber noch eine mehrtägige Vollsperrung.

Methler

, 03.08.2018, 14:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Ericaweg wird in brütender Hitze hart gearbeitet. Auf der Straße, die zurzeit erneuert wird, schuften ein Dutzend Bauarbeiter mit schweren Maschinen. Daniela Herlitschke schlängelt sich mit ihrem Auto neben Sperrungen und Baggern her und ist verärgert. Zwei Mal pro Woche fährt die Bergkamenerin in den Ginsterweg in Methler, um ihre Mutter und ihre Tante zu unterstützen. Doch die Kanal- und Straßenbauarbeiten am Ericaweg, der einzigen Zugangsstraße zum Ginsterweg, strapazieren die Nerven der 52-Jährigen und mancher Anwohner. „Im Ginsterweg wohnen viele alte Menschen. Was, wenn mal etwas passiert?“, fürchtet sie. Der Ericaweg sei immer an verschiedenen Stellen gesperrt, eine Umleitungsbeschilderung gebe es nicht.

Fünf Minuten mehr Zeit

Die könne aus genau diesem Grund auch nicht aufgestellt werden, erklärt der zuständige Baupolier Marc Landwehr. „Die Anwohner wollen, dass alles erst an einer Stelle fertiggemacht wird, und dann an der anderen“, sagt der 29-Jährige, „doch das ist auf keiner Baustelle so.“ Die Arbeiten seien zusammenhängend und zögen sich oft über die gesamte Straßenlänge, etwa beim Einsetzen der Bordsteine. Da sei es nur logisch, dass die Straße zeitweise an verschiedenen Stellen gesperrt werden müsse. „Wir setzen hier viel auf Kommunikation“, sagt der Polier, die Anwohner seien über die Abläufe informiert. Auch die Maschinenführer versuchen, rechtzeitig auszuweichen, wenn ein Pkw die Straße ansteuert.

„Was mich persönlich ärgert: Die Leute bringen keine fünf Minuten Zeit mit“, sagt Landwehr. Wenn eine Baustelle direkt vor der Haustür steht, müsse man für den Weg zur Arbeit eben etwas mehr Zeit einplanen. Bei den größeren Maschinen könne man nicht eben ruckzuck zur Seite fahren. Doch in der Regel laufe es mit den Anwohnern sehr gut, viele haben Verständnis für die Unannehmlichkeiten, betont der Polier.

Neue Asphaltdecke

Während die Baumaschinen lärmen, läuft Bernd-Josef Neuhaus, Leiter der Stadtentwässerung, zusammen mit seiner Kollegin Karin Wismann, Bauleiterin, durch den Ginsterweg und verteilt Briefe an die Anwohner. Damit werden diese über die anstehende Vollsperrung des Ericawegs unterrichtet, die von Dienstag, 7. August, bis Donnerstag, 9. August, andauern wird. In dieser Zeit wird die Asphaltdecke auf dem Ericaweg und auch in den Einmündungsbereichen des Moos- und Ginsterweges neu aufgetragen (wir berichteten). „Natürlich haben wir Verständnis für die Situation der Anwohner“, sagt Neuhaus mit ernster Miene, „aber wo gehobelt wird, da fallen Späne.“ Doch bisher liefe die Kommunikation mit den Anwohnern gut.

Als sie die Nachricht erreicht, kann auch Herlitschke aufatmen. „Das ist jetzt noch mal eine Belastung für die Anwohner“, sagt die 52-Jährige, doch das Ende der Baustelle sei ja nun endlich in Sicht.

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