Das Projekt Skyrider 6: Von Kamen aus ins Weltall für spektakuläre Blicke

dzMit dem Wetterballon

34 Kilometer über Kamen, genauer: 34435,7 Meter! Der Unnaer Roland Störmer lässt vom Segelflugplatz aus seinen Wetterballon steigen und schießt einzigartige Bilder. Beim Projekt Skyrider 6.

Kamen

, 11.09.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von Kamen aus ins Weltall. Und das vom Flugplatz in Derne, wo sonst nur Segelflugzeuge der Luftsportfreunde Kamen-Dortmund in den Himmel steigen. Willkommen beim Projekt Skyrider 6.

Um 34 Kilometer hoch über Kamen zu schweben, benötigt man weder Raumschiff noch Rakete. Sondern einen voluminösen Wetterballon. Hinter dem Projekt steht der Unnaer Roland Störmer, der jetzt zum sechsten Mal einen Wetterballon von Kamen aus in die Luft steigen ließ. Mit aufregenden Aufnahmen. „Unsere Gondel erreichte eine Höhe von 34435,7 Metern. Die Skyrider-Mission 6 war ein voller Erfolg“, teilte er am Mittwoch mit.

Das Projekt Skyrider 6: Von Kamen aus ins Weltall für spektakuläre Blicke

Das Team, das den Wetterballon für das Projekt „Skyrider 6“ startete. Es entstanden atemberaubende Aufnahmen aus großer Höhe. © Störmer

Aufstieg in mindestens 30 Kilometer Höhe

Störmer fotografiert seit dem Jahr 1989, wie er auf seiner Internetseite, www.digital-foto-video.eu berichtet. Mit der digitalen Astrofotografie beschäftigt er sich seit Anfang 2008. Neben einigen Auftragsfotografien hat er zudem schon kleinere Videoproduktionen erfolgreich umgesetzt. Videos seiner Wetterballon-Aufstiege gibt es ebenso auf seiner Website zu sehen. „Unser Ziel ist die Beförderung einer Nutzlast, eine Kamera und Ähnliches, mithilfe eines Wetterballons in mindestens 30 Kilometer Höhe“ schildert er. Zu dem Projekt gehört nicht nur der Aufstieg, sondern auch die sichere Landung und die Bergung der Nutzlast. Und ebenso, so Störmer: „Die Auswertung in Form eines Filmprojektes in HD.“

Das Projekt Skyrider 6: Von Kamen aus ins Weltall für spektakuläre Blicke

34 Kilometer über Kamen. Bilder vom Wetterballon, der vom Segelflugplatz aus gestartet ist. © Störmer

Landung in einem Klärbecken in Rheda-Wiedenbrück

Gestartet wurde vom Segelflugplatz in Derne. „Die Landung“, so berichtet Störmer, „erfolgte sicher in einem Klärbecken der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Mithilfe eines netten Mitarbeiters der Klärwerke konnten wir die Skyrider-Sonde sicher bergen.“ Das Skyrider-Projekt startete er jetzt zum sechsten Mal mit seinem mehrköpfigen Team.

Störmer ist seit jeher von der Fotografie begeistert. Zuerst waren es Makro- und Naturaufnahmen, mit denen er sich beschäftigte, dann folgten 3D-Farbanaglyphen, Porträt- und Bildbearbeitung. Als Störmer mit der Astrofotografie im Jahr 2008 begann, suchte er sich erstmals die Mondfinsternis als Motiv aus. Das entstandene Bild sandte er an eine Fachzeitschrift und belegte bei einem Wettbewerb den ersten Platz. Ab diesem Zeitpunkt begann seine Leidenschaft für das Fotografieren verschiedener Himmelskörper. „Jetzt bin ich von der Astrofotografie fasziniert“, äußert er. Spektakulär die Aufnahmen von den „Plejaden M45“, ein offener Sternhaufen, der auch Siebengestirn oder Sieben Schwestern genannt wird. Zu sehen auf seiner Astro-Seite.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Konzertaula Kamen

Kindertheater-Saison mit Dschungelbuch eröffnet – und 400 Besucher kommen

Hellweger Anzeiger Professioneller Hobbyfotograf

Urlaubsfotos wecken in Oliver Lückmann die Leidenschaft fürs Fotografieren

Meistgelesen