Das politische Leben startet wieder: Politiker gehen in der Stadthalle auf Abstand

dzVerzicht auf neuen Ratssaal

Das politische Kamen startet nach Corona-Zwangspause. Ausschüsse und eine Ratssitzung gehen zunächst in der Stadthalle über die Bühne. Dort ist mehr Abstand möglich, um Ansteckungen zu vermeiden.

Kamen

, 22.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das politische Leben in Kamen läuft sitzungsmäßig wieder an. Nachdem in März, April und Mai mehrere Ausschüsse und auch das Planspiel „Kommunalpolitik“ abgesagt wurden, geht es nach der Corona-Pause zunächst mit dem Betriebsausschuss am Montag, 25. Mai, weiter. Wer möchte, kann sich dort einen Überblick über die städtischen Kanalbaumaßnahmen verschaffen. In der Regel gibt es dort eine anschauliche Präsentation der geleisteten Arbeiten und der anstehenden Projekte. Start ist um 18 Uhr in der Stadthalle Kamen.

Diese wird auch künftig Tagungsort sein, weil Ratssaal und Sitzungssaal in Zeiten von Corona wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch das Virus zu klein sind. Es folgen der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 26. Mai, und die Ratssitzung am Donnerstag, 28. Mai. Beginn ist jeweils um 17 Uhr.

Besucher zu den öffentlichen Sitzungen willkommen

„Besucher sind nach wie vor willkommen“, weist Stadtsprecher Peter Büttner auf den öffentlichen Charakter der Sitzungen hin. Die Bestuhlung in der Stadthalle werde so aufgestellt, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. „Wir sind auf Besuch vorbereitet“, sagt er. Falls es in der nächsten Zeit besonders publikumsträchtige Tagesordnungspunkte gebe, werde man sich darauf besonders einstellen.

Die städtischen Sitzungen beginnen bekanntlich mit der sogenannten Einwohnerfragestunde, bei der Bürger Fragen an die Verwaltung richten können. Zuletzt hatte eine Einwohnersprechstunde für Schlagzeilen gesorgt, als eine Fragestellerin nur eine Frage stellen durfte statt mehrerer, was satzungsgemäß erlaubt gewesen wäre.

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Auch an virenfreien Themen weitergearbeitet

Die Verwaltung, die zuletzt mit den Auswirkungen der Corona-Krise beschäftigt war, hat trotz ausgefallener Ausschusssitzungen auch virenfreie Themen bearbeitet, die jetzt direkt im Haupt- und Finanzausschuss und Ratssitzung platziert sind, ohne dass sie zuvor in Fachausschüssen beraten wurden.

Davon konnten einige nicht durchgeführt werden. Ausgefallen sind der Umwelt- und Klimaschutzausschuss (19. März), der Kulturausschuss (23. März), der Familien- Sozial- und Generationenausschuss (24. März), der Gleichstellungsbeirat (1. April), der Planungs- und Straßenverkehrsausschuss (23. April), der Behindertenbeirat (11. Mai) und noch einmal der der Umwelt- und Klimaschutzausschuss (14. Mai).

Der letzte Ausschuss, der zusammentrat, war der Wirtschaftsausschuss am 12. März.

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