Coronavirus: Zwei weitere Todesfälle in Fröndenberger Altenheim

dzLungenkrankheit

Zwei weitere Bewohner des Schmallenbach-Hauses in Fröndenberg sind in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Auch in Bergkamen, Lünen und Schwerte sind drei Todesfälle bekannt geworden.

Fröndenberg, Unna

, 04.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erneut sind zwei Todesfälle aus dem Schmallenbach-Haus in Fröndenberg im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 zu beklagen: Nach dem Tod eines 84-Jährigen und einer 87-Jährigen Ende März starben nun auch ein Mann (87) und eine Frau (93), bei denen das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde. Das teilte das Kreisgesundheitsamt am Samstag mit.

Die beiden Bewohner der Caritas-Senioreneinrichtung starben in einem Krankenhaus, der Mann am Freitag (3. April) und die Frau am Samstag (4. April). „Beide litten unter unterschiedlichen Vorerkrankungen“, so die Behörde. Insgesamt wohnen rund 250 Menschen an den beiden Standorten des Schmallenbach-Hauses.

Fünf neue Todesfälle im Kreis Unna

Das Sars-CoV-2-Virus ist besonders für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich. Insgesamt verzeichnete das Kreisgesundheitsamt am Samstag fünf neue Todesfälle im Kreis Unna. Darunter sind neben der Fröndenbergerin und dem Fröndenberger ein Mann aus Lünen (69, verstorben am 4. April), eine Frau aus Bergkamen (75, verstorben am 3. April) und einen Mann aus Schwerte (76, verstorben am 2. April). Alle seien gesundheitlich vorbelastet gewesen.

Die Zahl der bekannt gewordenen Todesfälle im Kreis in Zusammenhang mit Covid-19 ist insgesamt von drei auf acht gestiegen. 331 Menschen im Kreis haben sich bislang erwiesenermaßen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Am Samstag kamen laut Behördenangaben 25 laborbestätigte Fälle hinzu. Die neu infizierten Menschen wohnen in Bönen (2), Fröndenberg (5), Lünen (7), Schwerte (6), Selm (3), Unna (1) und Werne (1). Keine neuen Fälle wurden aus Bergkamen, Kamen und Holzwickede gemeldet.

36 Menschen in Krankenhaus-Behandlung

36 Covid-19-Patienten befinden sich im Krankenhaus, das sind zwei mehr als am Vortag. Hunderte Testergebnisse von Bewohnern und Pflegekräften aus dem Schmallenbach-Haus sowie dem Hans-Jürgen-Janzen-Haus, beide in Fröndenberg, stehen noch aus. Constanze Rauert, Sprecherin des Kreisgesundheitsamts, sagte am Samstag, dass voraussichtlich am Montag mit einer Bekanntgabe der Ergebnisse zu rechnen ist. Dies deckt sich mit Angaben des Schmallenbach-Hauses, das am Samstag auf seiner Internetseite den Sachstand bekannt gab: „Wir möchten einmal darüber informieren, dass nun alle Bewohnerinnen und Bewohner, Mieter und Mitarbeiter vom Gesundheitsamt getestet wurden. Unabhängig davon, ob Symptome vorhanden sind oder nicht. Wir rechnen mit den Ergebnissen Anfang nächster Woche. Alle Beteiligten werden umgehend über die Ergebnisse informiert.“

Das Schmallenbach-Haus bekommt eine Welle der Solidarität zu spüren. Helfer habe mittlerweile 370 Schutzkittel für das Personal genäht, insgesamt 800 werden benötigt.

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