Coronavirus und die Baumesse: Aussteller nervös, aber noch keine Absage

dzMesse Planen, Bauen, Wohnen

25 Jahre Baumesse und noch keine Absage wegen des Coronavirus: Wenn am Wochenende, 21./22. März, die Themen Planen, Bauen und Wohnen in die Stadthalle locken, werden 2500 Besucher erwartet.

Kamen

, 10.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während regional und überregional zahlreiche Großveranstaltungen wegen des grassierenden Coronavirus‘ abgesagt werden, wird die Messe „Planen, Bauen, Wohnen“ vermutlich planmäßig stattfinden.

Am Wochenende 21./22. März soll sich die Stadthalle zum 25. Mal für Kamens populäre Bau- und Immobilienmesse öffnen. „Einige Aussteller sind zwar schon etwas in Panikstimmung“, so eine Mitarbeiterin der Kamener Betriebsführungsgesellschaft (KBG) am Montag auf Anfrage. „Aber es bleibt nach jetzigem Stand alles so, wie es geplant ist.“

Bei einer Teambesprechung, die in Kürze angesetzt ist, werde die Situation aber noch einmal bewertet. „Ein bisschen Unruhe ist schon“, hieß es.

Die Beschaffenheit von Asbest, deutlich gemacht von Nadine Pasalk mit einem Elektro-Mikroskop. Die Sachverständige aus Kamen stellte ihre Angebote auf der Baumesse voriges Jahr vor.

Die Beschaffenheit von Asbest, deutlich gemacht von Nadine Pasalk mit einem Elektro-Mikroskop. Die Sachverständige aus Kamen stellte ihre Angebote auf der Baumesse voriges Jahr vor. © Marcel Drawe

Baumesse ist Kamens Erfolgsmesse seit 25 Jahren

Mit etwa 2500 Besuchern, die an beiden Tagen erwartet werden, erfüllt die Veranstaltung eine jener Bedingungen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als Absagekriterium benannt hat.

Spahn empfahl am Montag in Berlin, Veranstaltungen ab tausend Teilnehmern zu verschieben oder abzusagen. Für Kamens Veranstaltungskalender, in dem es nur noch eine Stadthallen-Messe gibt, wäre das freilich ein Verlust.

Die Baumesse gilt nicht nur wegen ihres langen Bestehens als die Erfolgsmesse schlechthin, sondern weil sie mittlerweile auch die einzige Messe ist. Etwa 40 Aussteller haben sich dieses Jahr angemeldet, darunter zahlreiche Unternehmen aus Kamen und aus den Nachbarstädten.

Neue Impulse durch späteren Termin erwartet

Ausgerechnet zum 25. Bestehen, zu dem die Messe erstmals zwei Monate später im Jahr stattfindet als bisher, ist der Termin mitten in der Corona-Krise gelandet. Bisher startete die Messe immer Ende Januar. Vom neuen Termin verspricht man sich mehr Impulse durch die Nähe zum Frühjahr, wenn „zu fachmännischer Beratung rund um Heim und Garten zu den ersten Strahlen der Frühlingssonne eingeladen wird“, wie es in der Ankündigung heißt.

Ein aufwendig gestalteter Garten- und Landschaftsbereich soll als Neuerung das Messe-Glanzlicht bilden. Das Erscheinungsbild der Messe sei „sichtlich erneuert“ worden.

1600 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Auf 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden die 40 Aussteller ihre Messestände platzieren – mit Ausstellern aus den Bereichen Bau, Garten, Bausparkassen, Kreditinstitute, Versicherungen, Architekten, Bauträger, Eigentumssicherung und Energieversorger.

Die Öffnungszeiten an beiden Tagen gelten von 10 bis 17 Uhr. Die Stadthalle wirbt zudem mit kostenlosen Parkplätzen in ausreichender Zahl und freiem Eintritt.

Fachvorträge und Betreuung für Kinder im Angebot

Erstmals dabei, so kündigt Veranstaltungskauffrau Lara Brix an, ist das Kamener Einzelhandelsunternehmen „Entspannungsblüte“, das jüngst am Willy-Brandt-Platz eröffnet hat. Es wird im Ausstellungsbereich „Wohnen“ ungewöhnliche Blumenarrangements und Dekorationen präsentieren.

Auch für die Junioren wird Programm angeboten – während sie betreut werden, können die Eltern entspannt über das Messegelände flanieren.

Geplant sind, wie in den Vorjahren, auch einige Fachvorträge – wie „Nasse Wände? Feuchte Keller? Schimmelbefall? Was tun? (Samstag, 15 Uhr/ Sonntag, 11 Uhr) und „Trinkwasser - Prädikat sehr gut? Vortrag zum Weltwassertag (Sonntag, 12 Uhr).

Weitere Infos gibt es unter der Homepage „baumesse.kamen.de“. Eine Website, die im Übrigen auch in Kamen gebaut wurde – von den Jungunternehmern der E-Commerce-Agentur „P1 Commerce“.

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