Coronavirus: Klassenfahrt nach Südtirol bei Abreise gestoppt

dzGymnasium Kamen

Weil Südtirol wegen des Coronavirus‘ als Risikogebiet eingestuft wurde, fallen die Skikurse des Gymnasiums Kamen aus. Ein Bus war schon losgefahren, als die Fahrt zunächst wegen eines Unfalls unterbrochen wurde.

Kamen

, 10.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Achtung Skikompaktkurse fallen aus!“ teilt das Gymnasium Kamen auf seiner Homepage mit. Nachdem am Donnerstagabend gegen 21 Uhr Südtirol, zu dem das Ahrntal zählt, vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft wurde, habe er nach Rücksprache mit den Organisatoren den eigentlich am Donnerstagabend beginnenden Skikompaktkurs der Klassen 9A und 9C abgesagt, teilte der stellvertretende Schulleiter Lars Wollny mit.

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Was aus der Mitteilung im Internet nicht hervorgeht, ist die Tatsache, dass sich am Donnerstagabend schon ein Bus mit Schülern auf den Weg nach Südtirol gemacht hat. Da war die Region in Norditalien noch kein offizielles Risikogebiet.

Nach einem Busunfall warten die Schüler auf einen Ersatzbus

Der Bus fuhr demnach los und verursachte schon nach wenigen Metern einen kleinen Unfall, weil er ein Hindernis streifte. Dadurch fahr er nicht mehr fahrbereit, und ein Ersatzbus musste gerufen werden. Doch bevor dieser die Schüler einsammeln konnte, gab es um 21 Uhr eine veränderte Lageeinschätzung des Robert-Koch-Instituts.

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„Aufgrund vermehrt positiv getesteter COVID-19-Fälle mit entsprechender Reiseanamnese wurde Südtirol (entspricht Provinz Bozen) in der Region Trentino-Südtirol am 05.03.2020 als Risikogebiet ergänzt“, steht in dem Situationsbericht des Instituts. Die Kamener Schule entschied deshalb kurzfristig, die Fahrt doch abzusagen. „Wir haben uns vor dem Hintergrund der aktuell sehr schwierigen Situation bemüht, die Fahrten in Absprache mit den Lehrkräften und Erziehungsberechtigten zu ermöglichen, doch nun hat die Einschätzung der Gesamtlage eine Wendung genommen, die eine Durchführung unverantwortlich macht. Die Gesundheit aller Beteiligten geht vor!“ so Wollny.

Gymnasium Kamen will über ein alternatives Fahrtangebot sprechen

Es sei zu erwarten, dass Südtirol noch mindestens so lange als Risikogebiet eingestuft werden wird, wie die Fahrten dorthin stattfinden sollen, schreibt der Schulleiter. Deshalb wolle man über ein alternatives Fahrtangebot für die Neuntklässler sprechen. „Wir bedauern die Entwicklung sehr, aber wir wollen natürlich alle gesund bleiben und nicht in Quarantäne geraten.“

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Während in Bergkamen derzeit einige Schüler dortiger Schulen wegen des Verdachts, mit dem Coronavirus infiziert zu sein, zu Hause bleiben müssen, hat es in Kamen noch keine Schüler oder Lehrer Kamener Schulen getroffen.

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