Coronavirus-Fall im Kamener Rathaus

dzStadtverwaltung

Im Kamener Rathaus gibt es einen Coronavirus-Fall. Der erkrankte Mitarbeiter stand vorher mit dem hausinternen Stellvertreter von Bürgermeisterin Kappen in Kontakt. Das bedeutet für den Vize: Homeoffice statt Beigeordneten-Büro.

Kamen

, 02.04.2020, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus ist im Kamener Rathaus angekommen. Ein Mitarbeiter hat sich mit dem Virus angesteckt und ist derzeit außer Dienst. Da der Mitarbeiter vor seiner Krankmeldung auch mit einem Mitglied des Verwaltungsvorstands um Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) in Kontakt stand, reichen die Auswirkungen des Falls bis in die Führungsspitze der Stadtverwaltung.

Stadtsprecher Peter Büttner bestätigte den Coronafall auf Anfrage. Den Namen des erkrankten Mitarbeiters nannte er nicht – und auch nicht der Kontaktperson aus dem Verwaltungsvorstand. Bei der Kontaktperson handelt es sich nach Informationen der Redaktion um den stellvertretenden Verwaltungschef Dr. Uwe Liedtke.

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Liedtke hatte den Angaben zufolge am 20. März den letzten persönlichen Kontakt mit dem nun erkrankten Mitarbeiter. Das war auch der letzte Tag, an dem der Mitarbeiter im Dienst war. Aus Vorsichtsgründen bleibt Liedtke nun vorerst zu Hause. Er arbeitet „aktuell im Homeoffice, um eventuelle weitere Infektionen zu vermeiden“, erklärte Stadtsprecher Büttner. „Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus sind zurzeit nicht betroffen.“

Die Stadtverwaltung ist für so einen Infektionsfall unter ihren Mitarbeitern gerüstet: Schon länger gelten Vorsichtsmaßnahmen im Rathaus, die verhindern sollen, dass durch einen erkrankten Mitarbeiter gleich ganze Abteilungen auf einmal lahmgelegt werden, weil viele Kollegen als Kontaktpersonen in die häusliche Quarantäne geschickt werden müssen. Es gilt die Abstandsregel für alle, die nicht im Homeoffice sind, sondern im Büro bleiben.

Das Rathaus ist seit 18. März für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Begründung: Die Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung soll aufrecht erhalten werden. Dringende Anliegen werden weiter am Empfang entgegengenommen und an die zuständigen Bereiche weitergeleitet. Bürger sollen verstärkt die Kontaktmöglichkeiten Tel. (02307) 148-0 und rathaus@stadt-kamen.de nutzen. Die Bürgermeisterin hat dazu erklärt: „Wir möchten mit dieser Maßnahme die Ansteckungsgefahr der Bürgerinnen und Bürger sowie der städtischen Beschäftigten so weit wie möglich reduzieren.“

Erkrankter Kollege auf dem Weg der Besserung

Der an Covid-19 erkrankte Kollege soll sich im privaten Umfeld angesteckt haben. Er befindet sich „glücklicherweise auf dem Wege der Besserung“, berichtete Stadtsprecher Büttner.

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